Rinderbraten in Rotweinsoße – einfach und lecker

Ein ganz traditionelles Gericht der deutschen Küche – der Rinderbraten. Ein klein wenig Zeit und gutes Fleisch, dann ist es kinderleicht daraus etwas Feines zu zaubern!

Das Wichtigste ist, wenig überraschend, das Fleisch. Wenn man das Rind länger schmort kann man viele Stücke verwenden. Heute hatte der lokale Metzger meines Vertrauens abgehangenes Roastbeef. Das könnte man auch zum kurz Braten nehmen, aber es gibt auch einen hervorragenden Schmorbraten.

Das Roastbeef wird kurz angebraten, damit man möglichst viel Röstaromen in die Soße bekommt. Das Gerücht dass sich dann die Poren schließen würden ist Käse, wenn man das Fleisch im Nachgang länger schmort ist das vollkommen unerheblich.

Das angebratene Fleisch dann aus dem Topf nehmen und darin Gemüse anrösten. Leckeres Stück, oder?

Nun schneidet man Wurzelgemüse klein, also Karotten, Sellerie, Lauch, Zwiebel und Knoblauch sowie ein paar Petersilienstängel. Das Gemüse kurz anrösten, mit etwas Mehl bestäuben damit die Soße etwas Bindung bekommt. Wenn das Gemüse Farbe genommen hat wird mit reichlich Rotwein abgelöscht.

Als nächstes kommen noch Gewürze dazu, Pfefferkörner, Lorbeer, Piment und Wachholder. Man kann auch gut Kümmel oder Fenchel zugeben, je nach Geschmack.

Ja eigentlich wars das schon, das Gemüse liegt im Rotwein, das Fleisch wird darauf gelegt. Je nachdem wie groß der Topf ist, das Fleisch sollte nicht tief in der Flüssigkeit liegen. Sonst kocht es und wird nicht im Dampf geschmort. Als kleines Helferlein taugt auch ein Brateinsatz, ein Edelstahlgestell auf dem das Fleisch liegt und schön im Dampf schmort.

Nach 2-x Stunden ist der Braten fertig. Roastbeef braucht nicht lange um durch zu werden, aber ich nutze gerne niedrigere Temperatur und längere Garzeit, dann wird die Soße aromatischer.

Am Ende noch die Soße durch ein Sieb passieren und abschmecken, so einfach geht ein Rinderbraten!

Als Beilagen serviere ich gerne grünes Gemüse wie Bohnen oder Rosenkohl und eine Beilage wie Spätzle oder Semmelknödel.

Und natürlich gibts auch eine Getränkeempfehlung!

Zu einem in Rotwein geschmorten Rinderbraten sollte man auch Rotwein trinken. Ich empfehle den Château du Moulin Rouge aus dem Haut Medoc.

Eine Cuvee aus Merlot, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc, die ich im 2004er Jahrgang dazu verkosten durfte. Man sollte den Wein vor dem Trinken ein wenig atmen lassen, dann entfaltet er herrliche Aromen von Brombeer und Kirsche sowie einen leicht ledrigen Touch.

Im Abgang schmeckt man noch Vanille, eine dezente Säure und einen sehr umfangreichen Körper. Der Wein verfügt über relativ wenig Süße, ist ausgewogen, weich mit sehr viel Tiefe und Komplexität. Da merkt man die lange Reifezeit dieses tollen Tropfens.

Ein perfekter Begleiter zum deftigen Rinderbraten in Rotwein, lasst es Euch schmecken!

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