Graupenrisotto mit Zucchini, Tomaten und Karotten

Sommerzeit ist Zucchinizeit! Ein sehr unterschätztes Gemüse. Wenn man Zucchini selbst anbaut, und früh erntet, hat man nicht die großen pelzigen und wässrigen Früchte, sondern ein herrlich knackiges Sommergemüse. Das eignet sich ausgezeichnet für vielerlei Beilagen. Heute in Verbindung mit einem herzhaften Graupenrisotto!

Graupen kennen manche aus der Kindheit als langweilige, schwere Sättigungseinlage in der Graupensuppe. Das muss nicht sein! Graupen passen hervorragend zu leichten Gemüsegerichten. Graupen sind Gerstenkörner, die von allen Spelzen befreit werden, man nennt das polieren.

Die verbleibenden Körner kann man kurz in Salzwasser kochen, dann werden sie weich und gewinnen Volumen. Nicht zu lange kochen, dann bleibt noch Biss übrig. Graupen haben relativ wenig Eigengeschmack, aber eine angenehme Konsistenz wenn sie nicht verkocht werden. Nach ca. 15 Minuten im Salzwasser haben die Graupen schönen Biss, dann einfach im Sieb abtropfen lassen ohne sie abzuspülen.

Nebenbei werden Zucchini und Karotten mit einer Zehe Knoblauch klein gehäckselt. Mit einem Multizerkleinerer geht das ganz gut, man muss nur aufpassen, dass das Gemüse kein Brei wird.

Das klein geschnittene Gemüse wird ein reichlich Olivenöl angeschwitzt. Dann gibt man die Graupen dazu sowie einige Schöpfer Gemüsebrühe, aber nur soviel, dass keine Brühe im Topf steht. Mit Salz, Pfeffer sowie Thymian und Dill würzen. Thymian passt toll zu Karotten, Dill wiederum zu Zucchini.

Ganz kurz köcheln lassen, dann werden die klein geschnittenen frischen Tomaten dazugegeben und ein Schuss Zitronensaft. Den Topf vom Herd nehmen und kurz durchziehen lassen, fertig!

Das Graupenrisotto ist eine tolle Beilage zu Fisch oder kurz gebratenem Geflügel. Oder eine leichte Hauptspeise für warme Sommertage. Die Graupen sind relativ nahrhaft, und gewinnen durch das kochen enorm an Volumen – also nicht in der Menge verschätzen. Eine Hand voll trockene Graupen reicht als Beilage für 2 Personen leicht aus.

Durch das Gemüse und die Zitrone erhält man eine leichte Frische, Tomaten geben Fruchtigkeit, die Brühe gibt genügend Würze. Da man die Graupen nach dem Kochen nicht abspült, haben sie genügend Stärke an sich, damit das Risotto auch eine schöne Konsistenz bekommt. Schlotzig nennt das der Mälzer, was besseres fällt mir auch nicht ein, man sieht es am Foto, die Sauce sieht fast klebrig aus.

Probierts mal aus, Graupen sind keine fade, schwere Sättigungsbeilage, sondern ein toller Begleiter zu leichten Bratgerichten!

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