Glühweinbraten

Adventszeit ist Glühweinzeit! Apropos, ein leckeres Rezept für Glühwein gibts auch hier im Blog: Glühwein.

Aber diesmal geht es um was herzhaftes zu Essen, ein Rinderbraten mit Sauce à la Glühwein. Gerade das richtige für kalte Wintertage, das wärmt von innen raus.

Der Glühweinbraten braucht ein wenig Vorlauf, da wir das Fleisch ein paar Tage marinieren. Also nichts für spontanen Besuch, wobei man das Fleisch, wenn es vakuumiert ist, auch einige Tage länger einlegen kann.

Glühweinbraten

Als erstes schneidet man Wurzelgemüse in dünne Scheiben, z.B. Karotten, Zwiebeln, Sellerie, Knoblauch und etwas Ingwer. Dazu gibt man allerlei Gewürze: Pfeffermischung im Ganzen, Wachholder, Piment, Nelken, Lorbeer, Sternanis, Zimt, Kardamom, Senfkörner, Fenchel und Kümmel. Gemüse und Gewürze kocht man mit Rotwein kurz auf und lässt die Marinade erkalten.

 

Nun wird das Fleisch mit der Marinade, den Gewürzen und dem Gemüse in einen Vakuumierbeutel eingeschweist. Wenn man kein Vakuumiergerät hat, geht auch eine dicht abschließende Schüssel, wichtig ist, dass das Fleisch bedeckt ist. Das Päckchen sollte nun einige Tage im Kühlschrank liegen, je länger desto mürber wird das Fleisch am Ende.

 

Nach einigen Tagen Marinierzeit ist es nun so weit. Was heißt einige Tage? Nun, kommt auf die Größe und Art des Fleisches an. Ein etwas durchwachseneres Stück mit 2 kg darf ruhig 4-5 Tage ziehen, bei einem kleinen Stück Tafelspitz reichen auch 1-2 Tage.

 

Man gießt nun alles durch ein Sieb und fängt die Flüssigkeit auf. Fleisch, Gemüse und Gewürze wird gut abgetropft, das Fleisch abgetupft, und alles zusammen in einem heißen Bräter scharf angebraten. Nach dem Umdrehen des Fleisches gibt man einen kleinen Löffel Tomatenmark hinzu, das mit angebraten wird. Dann wird immer wieder mit einem Schöpflöffel Marinade aufgegossen und eingekocht. Wenn man genug Flüssigkeit hat, kommt ein Deckel drauf und man schmort das Fleisch, je nach Größe des Stücks, 2-4 Stunden auf kleiner-mittlerer Hitze.

Die Sauce wird am Ende durch ein Sieb oder eine flotte Lotte passiert, je nachdem wieviel vom Gemüse man darin haben möchte.

Als Beilage eignen sich die kürzlich beschriebenen Couscous Plätzchen und Gemüse nach Wahl.

Bierbegleitung

Die Getränkeempfehlung kommt wieder von Freude am Bier, viel Spass beim Ausprobieren!

Für den würzig-aromatischen Rinderbraten mit Sauce à la Glühwein empfehle ich ein Bier, dass diese Aromatik nicht übertrumpfen, sondern eher auszugleichen vermag. Denn sonst wird es schnell zu viel der Aromen und damit eher anstrengend, statt ein Genuss.

Zwei ganz unterschiedliche Möglichkeiten schlage ich dafür vor und freue mich auf Rückmeldungen, wie es für Euch persönlich gepasst hat.

 

Weihnachtliches Essen & Weihnachtsbier

Nicht ganz zufällig brauen viele Brauereien für die Weihnachtszeit besondere Festbiere ein. Wenn das Essen schwerer wird, braucht es Biere mit einer „Persönlichkeit“, die als Begleiter dagegen bestehen können und so den Genuss an der Speise verstärken.

Mein Tipp ist das Alpirsbacher Klosterbräu Weihnachtsbier mit 5,6 % Alkohol. Mitgebracht habe ich es mir aus Friedrichshafen am Bodensee und das war die Reise wert. Für’s Auge ein kräftiges Gold im Glas, ist es ein vollmundig malziges Bier mit einer feine Hopfenaromatik. Ausdruckstarkes Bier zum kräftigen Essen.

 

Guinness Extra Stout

Während das erste Bier golden, kommt das Extra Stout nachtschwarz ins Glas, ist schlanker im Körper mit malzige Röstaromen. Sein Alkoholgehalt von 4,1 % macht es zu einem eher leichteren Bier, und trotzdem ist es stark genug für den Braten. Denn gerade der schlanke Körper und die ausgewogene Bittere wirken erfrischen und appetitanregend – was könnte dem Braten besseres widerfahren?

Wer die Wahl hat, hat die Qual? Vielleicht probiert ja wer beide Biere im direkten Vergleich?
In diesem Sinne wünsche ich guten Appetit und viel Spaß im Glas.

 

Category: Bier, Braten, Fleisch, Schmoren  Tags: ,
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