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Spaghetti Tetrazzini nach Jamie Oliver

Eigentlich suchte ich nur ne Verwertung für übrig gebliebene Spaghetti. Ein wenig Schmökern in meinen Kochbüchern ließ mich bei Jamie Oliver landen, das Buch „Genial Italienisch“ hat eine große Bandbreite an oft sehr einfachen aber geschmackvollen Gerichten. Die Spaghetti Tetrazzini haben mich tatsächlich überzeugt. Einfach aber raffiniert, richtiges Soul Food!

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Gemüsecannelloni mit Tomatensauce und Ziegenkäse

Cannelloni sind Röhren aus Nudelteig mit ca. 2cm Durchmesser und 10cm lang. In der Regel werden sie gefüllt und in einer Auflaufform im Ofen gebacken. Traditionell mit Fleischsauce, heute gibt es sie mal vegetarisch – mit Gemüsefüllung und Tomatensauce.

Gemuesecannelloni

Die Hauptarbeit ist die Gemüsefüllung…

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Dicke Spaghetti auf Gemüseragout nach Fattoria La Vialla

Italienische Pasta ist so einfach wie lecker. Kürzlich habe ich ein Probierpaket der Fattoria La Vialla versucht und war schlichtweg begeistert.

Die Fattoria La Vialla ist einer der größeren Bio Bauernhöfe der Toskana und verkauft sowohl Pasta, als auch Weine, Öle und einige weitere Leckereien aus eigener Herstellung. Man kann sogar den Bauernhof besuchen und sich dort verköstigen lassen.

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Kabeljau auf Spaghetti Nero mit Fenchel-Sahnesauce und Paprikawürfel

Heute gibts eine farbenfrohe Pasta mit Fisch, was fürs Auge und sehr lecker noch dazu!

Pasta Nero Fenchel Sahne Kabeljau

Ich hatte noch schwarze Nudeln vom letzten Italienurlaub. Die Farbe kommt von Tintefisch Tinte – immer wieder ein schöner, wenn auch für manche irritierender Anblick.

Die Sauce, eine Fenchel-Sahne-Sauce geht relativ schnell. Fenchel klein würfeln und mit Zwiebeln anschwitzen. Eine Knoblauchzehe dazupressen und mit Sahne und Milch ablöschen. Sahne alleine ist mir etwas zu fett, daher strecke ich ungefähr 1:1 mit Milch. Mit Salz und Pfeffer würzen und Estragon und Oregano dazugeben, letzteren am Besten frisch.

Dann den Kabeljau in die Sauce legen und auf kleiner Hitze garen. Dabei bleibt der Fisch saftig und zart! Am Ende noch einen Spritzer Zitronensaft dazu geben und fertig ist die Sauce.

Während der Fisch gart setzt man die Pasta auf und brät gewürfelte Paprika kurz und scharf an. Wenn die Würfel leicht hellrot werden die Pfanne vom Herd nehmen und mit einem kleinen Schuss Balsamico ablöschen. Nicht zu viel Essig verwenden, das passt sonst nicht mehr zur Fenchelsauce. Ein Spritzer davon unterstreicht die Paprika aber sehr passend.

Nach ca. 10 Minuten ist der Fisch durch, das Gericht geht sehr schnell. Nicht sehr aufwändig, aber farbenfroh, gesund – wenn man wenig Sahne nimmt und lecker – wenn man viel Sahne nimmt 😉

Die Fenchel-Sahne-Sauce passt ausgezeichnet zu Salzwasserfisch, die Paprikawürfel geben noch Pep aus Süße und Säure mit. Nur nicht zu viel Balsamico verwenden und nicht zu lange garen, die Paprika sollten noch bissfest sein.

Zu dieser Pasta sollte man einen leichten Wein trinken. Die Fenchelsauce sowie der Fisch sind eher sanft im Aroma, es passt beispielsweise der Pinot Grigio von la latura.

 

Pinot Grigio

Der Biowein ist ein fruchtiger und leichter Grauburgunder mit Zitrusnoten und leichten Aromen von Litschi. Ein klassischer Supermarktwein um die 10 Euro, durchaus passend für ein leichtes Gericht oder laue Sommerabende.

Pasta mit Garnelen, Knoblauch, Rosmarin und Öl

Tolle Gerichte müssen nicht immer aufwändig sein. Eines der besten Pastarezepte das ich kenne dauert nur wenige Minuten und schmeckt einfach unglaublich. Es sind nur Garnelen, Gewürze und Öl, das zaubert ein tolles Geschmackserlebnis.

Pasta mit Garnelen 1

Man braucht nur rohe Garnelen, frische Kräuter und Olivenöl. Wenige Zutaten, dafür sollten es gute Produkte sein. Die Garnelen dürfen ruhig tiefgefroren sein, nur sollten sie roh sein. Vorgekochte schmecken häufig nach gar nichts. Bio Garnelen kosten mehr bzw. gibts die in recht kleinen Packungen, aber das lohnt sich am Ende. Die Kräuter müssen unbedingt frisch sein, z.B. Rosmarin und Knoblauch. Und feinstes Pflanzen- und Olivenöl.

Aber der Reihe nach. Die Garnelen werden in Öl angebraten. Dazu besser hocherhitzbares Öl benutzen, Olivenöl verbrennt dabei. Wenn die Garnelen auf einer Seite schön rot sind schaltet man die Ofen herunter und dreht die Tierchen um. Dann presst man 2-3 Knoblauchzehen darüber, gibt fein gehackte Kräuter dazu und gießt reichlich Olivenöl in die Pfanne. Bei geringer Hitze garen die Garnelen dann fertig, das gute Olivenöl und die Kräuter verbrennen nicht mehr.

Pasta mit Garnelen

In der Zwischenzeit hat man schon die Pasta gekocht, Tagliatelle passen ausgezeichnet. Ich hatte noch welche mit Rosmarin und Knoblauch zuhause, die sind natürlich für dieses Rezept ideal. Natürlich tun es ganz normale mindestens genauso. Sobald die Pasta fast fertig ist gibt man sie zu den Garnelen in Öl und schwenkt sie wenige Minuten bis sie die richtige Konsistenz haben.

Kürzlich am Gardasee habe ich den passenden Wein dazu gefunden, ein Lugana von Ottella.

Lugana

Der Weißwein aus der Trebbiano Traube besticht durch fruchtige Aromen von Apfel, Kiwi und Melone. Keine übertriebene Süße sondern ein gesunder Körper mit ein wenig Säure ausbalanciert. Eine wunderbare Kombination zu der feinen Pasta, ein leichtes Sommergericht das ist wenigen Minuten zubereitet ist und ausgezeichnet schmeckt.

Rucolapesto selbst gemacht

In unserem Hochbeet wuchert der Rucola! Ich mische gern ein paar Blätter unter gemischten Salat, aber im Moment ist so viel erntereif dass ich den anderweitig verarbeiten muss. Hab mich mal an Rucolapesto versucht, das ist richtig fein geworden!

Rucolapesto 2

Pesto habe ich noch nie selbst gemacht, aber in Zukunft werde ich verschiedene Kräuter verarbeiten. Ist nicht schwer und schmeckt super! Neben Rucola geht klassisch Basilikum oder Bärlauch. Die Kräuter werden mit Parmesan, Öl, Kernen und Gewürzen püriert und in Gläser gefüllt.

Die meiste Arbeit ist das Vorbereiten des Rucola. Abschneiden, waschen und aussortieren. Für ein Kilo kann man gut mal eine halbe Stunde putzen. Man sollte die harten Stiele wegreißen und auch welke Blätter aussortieren. Frische junge Blätter schmecken am Besten und halten sich auch lange. Den Rucola grob zerkleinern und in eine Schüssel geben.

Nebenbei röstet man Kerne an. Im klassichen Pesto findet man nur Pinienkerne. Ich habe eine Mischung aus Pinienkernen, Sonnenblumenkernen und Mandeln genommen. Sonnenblumenkerne schmecken schön würzig, und Mandeln hatte ich noch übrig 🙂

Die Kerne ohne Öl anrösten und kalt werden lassen. Dann zusammen mit geriebenem Parmesan zum Rucola geben. Grob gesagt gibt die Menge an Kernen, Parmesan und Öl in gleichen Teilen zusammen etwa die Menge an Rucola. Wichtig ist frisch geriebenen Parmesan zu benutzen, der fertig geriebene Käse, der oft kein echter Parmesan ist verdirbt das Pesto. Das Verhältnis der Zutaten muss man einmal ausprobieren, je nachdem ob man es eher kerniger, würziger oder salziger mag. Auch die Menge an Öl kann variieren, ich habe das Öl langsam dazugegossen bis die Konsizenz wie gewünscht war.

Man würzt das Pesto noch mit Meersalz, Pfeffer und etwas Honig und füllt es in Gläser ab. Das Pesto mit einem Schuss Öl am Glas luftdicht abschließen und es sollte sich viele Wochen halten. Wenn man es nicht zwischendrin gegessen hat…

Rucolapesto 1

 

Pasta mit orientalischen Linsen

Linsen ist eines meiner Lieblingsgemüse. Meist als Beilage oder Grundlage deftiger Eintöpfe verwendet, kann man mit Linsen durchaus feine und leichte Gerichte zubereiten. Heute fiel die Wahl auf eine Pastasauce mit Linsen, optisch fast ein wenig an Bolognese erinnernd.

Linsenbolognese

Die Pastasauce ist geschmacklich leicht orientalisch angehaucht, zuerst werden Gewürze trocken in einer Pfanne angeröstet. Man kann auch bereits gemahlene verwenden, im Ganzen gemahlene schmecken allerdings viel intensiver und frischer. Zum Anrösten nimmt man Zimtrinde, Koriander, Kümmel, Fenchelsamen und Kreuzkümmel und erhitzt sie in der Pfanne. Bevor sie verbrennen erkalten lassen und mörsern. Zu den gemahlenen Gewürzen noch Kurkuma hinzugeben und beiseite stellen.

Dann werden klein gewürfelte Zwiebeln mit Karotten, Sellerie, Ingwer und Knoblauch in Öl leicht angeschwitzt. Wenn die Zwiebel glasig sind und der Knoblauch noch nicht angebräunt, gibt man Tomatenmark dazu und die trockenen Linsen. Welche Linsen man nimmt ist Geschmackssache. Je nach Gardauer kann man auch verschiedene verwenden, das gibt ein schön buntes Bild. Ich habe braune Linsen und schwarze Belugalinsen gemischt.

Nachdem die Linsen kurz mit dem Gemüse in Öl geschwenkt wurden wird mit Kokosmilch und Gemüsebrühe aufgegossen bis alles knapp bedeckt ist. Die Linsen werden nun bissfest gegart, währenddessen gießt man öfters Flüssigkeit auf, ähnlich wie bei einem Risotto. Die Linsen sollten immer knapp unterhalt des Siedepunktes garen, dann bleiben sie fester und springen nicht so leicht auf.

Kurz vor Ende der Garzeit werden die gemahlenen Gewürze dazu gegeben und ziehen mit. Dann noch mit Salz, Pfeffer und Chili abschmecken. Den letzten Schliff geben noch eine Kleinigkeit Honig und ein Spritzer Balsamico, der passt sowieso super zu Linsen. Die Pastasauce dann mit den Nudeln servieren, es passen Spaghetti oder Bandnudeln gut dazu, die sämige Sauce bleibt gut an der Pasta kleben.

Ein guter Wein zu der würzigen Sauce ist der Château Villerouge de la Crémade des Château Saint-Estève.

Chateau Villerouge de la Cremade

Der Cuvee aus dem Languedoc besteht aus den Trauben Syrah, Carignan, Mourvèdre und Grenache. Der Rotwein wurde ein Jahr im Holzfass ausgebaut und besticht durch sehr vielfältige Aromen. Vorneweg schwarze Beeren und Vanille, man erkennt auch Kirschen und Lakritze. Am Ende bleibt ein Hauch von Nelken und Zimt. Die würzigen Aromen finden sich teilweise in der Pastasauce wieder, sowohl der Wein als auch das Essen beinhalten eine Vielzahl verschiedener Geschmacksrichtungen. Der sehr körperreiche Rote gibt eine schöne Balance zum Essen und begleitet es würdig.

Türmchen aus Hähnchenbrust mit Apfel, Kürbis und Ziegenkäse an einer Kokos-Garnelensauce

Langsam wird es weihnachtlich, da passen süßliche Aromen von Kürbis und Apfel ganz hervorragend ins Essen. Heute gibts Türmchen von der Hähnchenbrust, mit Apfel, Kürbis und Ziegenkäse. Das Ganze wird dann mit einer Sauce aus Garnelen und Kokosmilch serviert. Eine nicht alltägliche Kombination aus Süße, Fisch und Hähnchen, die unglaublich lecker schmeckt und perfekt harmoniert – probiert es aus und lasst Euch überraschen!

Als erstes werden die Türmchen vorbereitet. Dazu Hähnchenbrust in rechteckige Stücke (3-6 cm) schneiden, mit Salz, Pfeffer und Curry würzen und abwechselnd mit Apfel und Kürbis auf einen Zahnstocher stecken. Dabei sollten die Apfelscheiben gut doppelt so dick wie die Kürbisscheiben sein aber nur halb so dick wie das Hähnchen, dann werden alle Teile gleichzeitig gar. Die Türmchen in eine gefettete Auflaufform geben und 20 Minuten im Ofen backen.

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Während das Hähnchen gart können wir die Sauce vorbereiten. Dazu werden Zwiebel und Knoblauch in Öl angeschwitzt und Garnelen dazugegeben. Kurz scharf anbraten, mit Kokosmilch ablöschen und ein paar Gewürze dazugeben (Lorbeer, einige Spritzer Sojasauce, Zitronensaft) und dann eine Weile köcheln lassen. Dann wird die Sauce mit den Garnelen püriert (vorher Lorbeer rausnehmen) und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Durch das Pürieren der Garnelen wird die Kokosmilch sehr sämig, und die Tierchen geben ein tolles Aroma. Einige Tierchen sollte man im Ganzen aufheben, sieht gut aus und schmeckt.

In der Zwischenzeit sind die Hähnchen fast gar, kurz vor Ende kommt auf die Türmchen noch eine Lage Ziegenkäse und die Türmchen werden kurz damit überbacken. Die Hähnchentürmchen schmecken fein nussig, würzig und fruchtig, die Sauce einerseits süß und doch würzig, die pürierten Garnelen geben dem Ganzen den letzten Schliff.

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Auf den ersten Blick ist die Kombination aus Hähnchen, Obst, Ziegenkäse, Kokosmilch und Garnelen recht ungewohnt. Auch wenn man es sich vielleicht nicht vorstellen kann wie es schmeckt, probierts aus! Die Zutaten passen ausgezeichnet zusammen, ich war selbst überascht. Und es ist recht unkompliziert zuzubereiten.

Zu diesem zueggeben ausgefallenen Hauptgericht ist die Weinauswahl nicht ganz einfach. Die vielen unterschiedlichen Geschmacksrichtungen verlangen nach einem runden aber trotzdem vollen und komplexen Begleiter. Er sollte wenig Säure vorweisen und eine würzige Fruchtnote haben. Die Qual der Wahl viel auf einen ausgezeichneten Weißburgunder des Hauses Pfaffmann aus der Pfalz.

Pfaffmann Weissburgunder

Das Weingut Pfaffmann besteht seit 1955 und bewirtschaftet derzeit ca. 55 Hektar. Der aktuelle Eigentümer hat sich einer ganz besonderen Qualität verschrieben, was man in diesem Tropfen wohl erkennt.

Der Weißburgunder duftet leicht nussig nach Aromen von Frucht, Butter und Gebäck. Ganz ungewöhnlich und gehaltvoll in der Nase hält der Weiße die Versprechen auch im Geschmack. Er ist sehr rund ohne zu spitze Säure, schmeckt eher weich und geschmeidig. Die Vielzahl von Aromen ist ein schönes Pendant zum Essen, harmonisch, fruchtig-süß und auch nussig-würzig. Ich gebe zu, die Beschreibung klingt schon etwas fantasievoll, aber der Wein wie auch das Essen bergen ganz ungewohnte Aromen. Probiert es einfach aus, das Essen ist schnell gemacht und der Wein liegt bei unglaublichen 6 Euro, ein echtes Schnäppchen von dem man gleich einen Vorrat kaufen sollte bevor die Preise anziehen.