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Tomaten-Tarte aus selbst gezogenen Tomaten

Man sagt ja immer, selbst angebautes Gemüse schmecke besser als gekauftes. Das ist bei vielen auch richtig, auf wenige Gemüse trifft es so zu wie auf Tomaten. Bei Tomaten ist der Unterschied von gekauften zu selbst geernteten immens. Egal ob man die günstigsten aus aller Herren Länder kauft, oder regionale aus Bioanbau oder gleich vom Bauern um die Ecke – frische Tomaten vom eigenen Strauch schlagen alle um Längen!

Ein zu kleiner Garten ist übrigens keine Ausrede. Nachdem ich bisher noch kein Gewächshaus gebaut habe, pflanzen wir unsere in Blumentöpfen. Wir ziehen die Pflanzen selbst aus Samen vom letzten Jahr. Wie das geht erfahrt ihr bei meinem Freund Thomas, auf www.tomatenfreun.de. Meine Frau fängt im März/April an, ab Juli gibts dann reiche Ernte!

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Normalerweise bauen wir 5-10 Sorten an, dieses Jahr waren das unter Anderem die riesigen Ochsenherz, Feuerwerk, schwarze Black Krim und Black Cherry, die klassisch italienischen San Marzano, gelbe Dattelwein Cocktailtomaten und rote Cocktailtomaten wie Besser Select, Gardeners Delight oder die feine Kleine Thai.

Zu unseren Tomaten gibt es nicht allzu viele Rezepte hier. Meist überstehen sie gerade so den Weg vom Garten in die Küchen um dann direkt gegessen zu werden. Zum kochen viel zu schade. Wir kochen einige als Sauce ein, damit wir auch im Winter was von dem tollen Geschmack haben, die meisten essen wir einfach so oder als Tomate mit Mozzarella und Basilikum.

Ein leckeres Rezept möchte ich trotzdem niemandem vorenthalten, eine Tomatentarte als besondere Art der Tricolore aus Tomate, Käse und Basilikum.

Tomatentarte

Als erstes macht man einen Mürbteig aus Mehl, Butter, Ei, Salz und etwas saurer Sahne. Damit eine Tarteform auskleiden und kalt stellen.

Der Belag besteht aus Quark, Eiern und Milch, das wird mit Salz, Pfeffer und Muskat verquirlt. Währenddessen Parmesan unterreiben und kleine Stücke Mozzarella unterheben. Parmesan schmeckt ein wenig kräftiger als nur Mozzarella, man kann aber nach Geschmack variieren.

Während die Tarte im Ofen ist macht man Pesto dazu, Basilikum wird mit Zitronensaft, Honig, Salz und Pfeffer püriert. Am Ende noch einen Schuss Öl dazugeben. Ein anderes Rezept für Pesto findet ihr auch hier: Rucolapesto.

Die fertige Tarte wird mit frischen Tomaten belegt. Man könnte auch die Tarte mit Tomaten noch 2 Minuten in den Ofen geben, dann werden die Tomaten leicht angegart. Nur nicht zu lange, damit sie schön frisch bleiben. Am Ende Pesto drüber und servieren!

Welcher Wein eignet sich wohl dazu am Besten? Der erste Gedanke wäre sicher Rotwein. Zu Tomaten und Käsegebäck. Aber wir haben einen Gelben Muskateller dazu getrunken, eine gute Wahl!

Muskateller

Der Muskateller der Winzervereinigung aus Krems ist genau der richtige Begleiter. In dieser Initiative haben sich sehr viele Winzer zusammengeschlossen (knapp 1.000), das bürgt für gleichbleibendes Geschmacksniveau. Wenngleich man aus einer solchen Kooperation selten ganz außergewöhnliche Tropfen bekommt, erhält man häufig einen guten und ausgewogenen Wein.

Der Muskateller schmeckt rebentypisch ein wenig würzig nach Muskatblüte und Holunderblüten. Der Wein ist sehr lebendig im Glas, fast schon ein wenig spritzig. Das Fruchtige harmoniert ausgezeichnet mit den Tomaten, die Struktur im Glas bietet dem würzigen Pesto Paroli. Und die Käsetarte verträgt gut einen süßlichen Begleiter.

Auch der Preis von deutlich unter 10 € spricht für den Wein, eine gute Wahl zu vielen Sommergerichten.

Polpette – Pasta mit Tomaten-Paprikasauce und Hackbällchen auf spanische Art

Polpette al Sugo ist eine traditionelle Pastasauce der italienischen Küche. Nicht sehr aufwändig zuzubereiten, schmeckt kräftig und lecker, schöne italienische Hausmannskost eben! Es gibt viele verschiedene Rezepte, allen gemein sind Hackfleischbällchen (Polpette) in Pastasauce (al Sugo). Ich habe die Sauce mit Tomaten gemacht und mit viel frischem Paprika verfeinert, das passt sehr schön zu den gebratenen Hackbällchen. Am Ende kommt einem die italienische Pastasauce schon spanisch vor, gewürzt wird mit Pulver aus geräuchertem Paprika.

Pasta mit Polpette

Polpette

Die Paprikaschoten klein zu würfeln macht am meisten Arbeit. Das Auge isst ja mit, also ruhig verschiedenfarbige Paprika nehmen. Ich habe überlegt die Paprika zu grillen zu häuten, aber nachdem sie in der Tomatensauce schmoren kann man sich die Arbeit wahrscheinlich sparen. Wäre trotzdem mal interessant ob es dann besser schmeckt.

Die Paprikawürfel brät man nun in Öl an und gibt Zwiebel und Lauch dazu. Nach einigen Minuten bei geringer Hitze Knoblauch, Tomatenmark und Paprikapulver dazugeben und kurz anrösten lassen. Anschließend mit Gemüsebrühe und Tomatensaft ablöschen. Gewürzt wird das Ganze mit Oregano, gemahlenem Fenchel und geräuchtertem Paprikapulver, dann bei offenem Deckel einkochen.

Nun gehts an die Fleischbällchen – man vermengt Hackfleisch (drei Viertel Rind, ein Viertel Schwein) mit in Milch eingeweichten Brötchen und Ei. Dazu kommen angedünstete Zwiebeln und Knoblauch und je nach Konsistenz etwas Semmelbrösel. Die Zwiebeln kann man auch roh verwenden, dann kann es aber passieren dass einzelne Stücke noch relativ knackig bleiben, nicht so schön wenn man darauf beißt finde ich. Wenn man sie vorher andünstet passiert das nicht, dann geben sie nur schöne Würze ab. Das Hackfleisch wird nun mit Senf, Salz, Pfeffer und Majoran gewürzt und zu möglichst kleinen Bällchen geformt.

Die Bällchen werden dann in der Pfanne kurz und kräftig von allen Seiten angebraten, damit sie eine schöne Farbe bekommen. Dann kommen die Bällchen in die Sauce um fertig zu garen. Achja, und man sollte nun noch Pasta kochen, dazu gehört die Sauce nämlich!

Kräftiger Rioja

Zu italienischer Pasta sollte man auch italienischen Wein trinken. Gut dass wir eine italienische Pasta nach spanischer Art zubereiten, dann kann man einen kräftigen Rioja dazu trinken, den hatte ich nämlich gerade zuhause!

decenio tinto crianza

Der Decenio Tinto Crianza aus dem Jahr 2007 wird in den Bodegas las Orcas hergestellt. Die Kellerei liegt in La Guardia im südlichen Teil des Baskenlandes. Der Betrieb wurde erst 1994 gegründet, ein relativ junges Haus also noch. Der Crianza wird ein Jahr oder länger im Barrique ausgebaut, das merkt man erst relativ spät.

Er duftet relativ süß nach Honig, fast wie Portwein. Der Geschmack ist dann allerdings kräftig und trocken. Man erkennt deutliche Frucht von Kirsche, Brombeere oder Pflaume, ausgewogene Säure und anfangs recht dominante Tannine. Der Abgang ist lang und gehaltvoll. Den Wein sollte man mindestens eine Stunde atmen lassen, die anfangs dominanten Holznoten verschwinden dann zusehens.

Dieser Tropfen ist ein typisch kräftiger Rioja, er passt sehr gut zur italienisch-spanischen Pastasauce. Hackfleisch und Räucherpaprika geben kräftige Aromen, der Wein sollte dem nicht nachstehen. Mit einem kräftigen Rioja wie diesem gelingt das ausgezeichnet!

 

Zutaten: Hackfleisch, Brötchen, Milch, Ei, Semmelbrösel, Zwiebel, Knoblauch, Senf, Majoran, Paprika, Gemüsebrühe, Tomatensaft, Tomatenmark, Oregano, gemahlener Fenchel, geräuchertes Paprikapulver, Pasta

Brokkolicremesuppe mit gerösteten Maronen und Tomatenquiche mit karamellisierten Schwarzwurzeln im Pfannkuchenpäckchen

Vegetarische Küche hat nicht zwangsweise was mit leichter Kost zu tun 😉

Vorweg gibts eine Brokkolicremesuppe mit Maronen und als Hauptgang eine Tomatenquiche mit karamellisierten Schwarzwurzeln im Pfannkuchenpäckchen.

Die Brokkolisuppe geht sehr einfach, Brokkoli kochen und die gekochten Röschen pürieren. Dem Geschmack tut es gut noch eine Kartoffel dazuzugeben. Einen Schuss Gemüsebrühe dazu und etwas Sahne. Die Suppe dann mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Eine Prise Cayenne macht sich auch recht gut!

Brokkolicremesuppe

Als kleines Tuning geben wir dann geröstete Maronen dazu. Die Maronen entweder selbst im Backofen garen und schälen, oder fertig gegarte abgepackte kaufen. Die Maronen dann in Sesamöl schwenken, leicht pfeffern und in die Brokkolicremesuppe geben.

Zur Quiche zuerst mal Mürbteig machen und kalt stellen. In den Mürbteig mixe ich noch italienische Kräuter, macht das Ganze ein bisschen herzhafter. Die Füllung besteht aus Eier, Sahne, Parmesan und einige Bröckchen Feta. Dann Tomaten in Scheiben schneiden und in der Pfanne kurz anrösten. Kleine Auflaufförmchen mit dem Mürbteig auslegen und Tomatenscheiben und die Eier-Käsemasse dazugeben. Das wars schon, ab damit in den Ofen.

Dann Pfannkuchen machen, ganz einfach mit einem Teig aus Mehl, Eier und Milch – oder Sahne. Möglichst dünn ausbacken und warm stellen. Nun die Schwarzwurzeln schälen (Vorsicht, die Milch die ausläuft gibt schön braune Finger) und in kleine Würfel schneiden. In der Pfanne anbraten, dann Puderzucker dazugeben und Farbe nehmen lassen. Die Schwarzwurzelwürfel in die Pfannkuchen geben und verschnüren. Oder einrollen.

Tomatenquiche

Die Schwarzwurzeln schmecken leicht süßlich und nussig, passen hervorragend zum karamellisierten Zucker.

Sowohl die Vorspeise mit Brokkoli und Maronen als auch die Tomatenquiche mit Schwarzwurzeln haben durchaus kräftige Aromen, jeweils mit süßen Anklängen. Der passende Wein dazu sollte die feinen Geschmäcker nicht erschlagen, aber auch nicht untergehen. Ich empfehle zum Beispiel den Riesling Fass 9 vom Winzerhof Thörle.

Riesling

 

Das alte Familienweingut Thörle hat in den letzten Jahren einen rasanten Aufstieg hingelegt und einige Preise eingeheimst. Der Riesling Fass 9 stammt tatsächlich nur aus einem einzigen Fass, ist daher auf 1400 Flaschen limitiert.

Der Riesling ist goldgelb im Glas und in der Nase erkennt man Mineralien. Der Geschmack ist knackig und frisch nach Pfirsich und Ananas. Es ist durchaus Säure vorhanden, aber schön ausbalanciert mit der Frucht der Traube.

Die Flasche liegt bei 10 Euro, mal sehen wie lange das neunte Fass noch reicht…

Zucchini mit Linsen und Grinsen

Es gibt reichlich Zucchini im Garten, die müssen dringend verwertet werden.

Gefüllte Zucchini

Schnell und einfach kann man daraus gefüllte Zucchini machen. Diese halbieren und aushöhlen, einen Teil des Fruchtfleisch klein würfeln und mit Knoblauch anschwitzen, dann auskühlen lassen. In der Zwischenzeit Bulgur einweichen und köcheln. Am Besten in selbst gemachter Gemüsebrühe.

Die Zucchiniwürfel mit Bulgur vermischen, Feta untermischen mit Salz, Pfeffer, Oregano und Majoran würzen. Die Masse in die Zucchini geben, ein wenig Paprika drüber und ab in den Backofen.

Für das Linsengemüse die Hülsenfrüchte über Nacht einweichen und dann kurz aufkochen. In der Pfanne anschließend kurz anschwitzen und mit Balsamico aufgießen. Balsamico und Linsen passen toll zusammen! Ein paar Hand voll rote und gelbe Cocktailtomaten dazu und kurz garen. Etwas Honig passt auch gut hinein. Abschmecken und nun sollten die Zucchini im Ofen auch fertig sein!

Dardell Tinto

Der Wein sollte nicht zu schwer und kräftig sein, die Aromen der Speisen sind eher fein. Der Rote der Wahl kommt aus Terra Alta in Katalonien. Der Dardell Tinto besteht je zur Hälfte aus den Trauben Garnacha Negra und Syrah. Der Geschmack erinnert an fruchtige und weiche Beeren und lässt wenig Säure erkennen. Auf der Zunge fühlt sich der Wein leicht, schon direkt perlig an. Der Biowein ist für unter 10 Euro zu haben und ein schöner Begleiter für leichte Speisen, oder einfach so in geselliger Runde.

3 Sommergänge: Gazpacho con Pimenton – Zanderfilet „Wellington“ mit Tomaten und Okraschoten – Nusskuchen mit Amaretto

Vorspeise

Gazpacho

Gazpacho ist eine andalusische kalte Suppe aus rohem Gemüse – ideal für heiße Sommertage.

Als Hauptzutaten nimmt man traditionellerweise Gurken, Paprika und Tomaten. Mit Knoblauch, Olivenöl und Essig pürieren. Je nach Konsistenz mit Semmelbrösel oder grobem Vollkornmehl binden. Würzen mit Salz und Pfeffer.

Besonderen Pepp gibt geräuchertes Paprikapulver. Aber nur eine Messerspitze, da der Geschmack sehr intensiv ist.

Die Suppe kalt stellen, und kurz vor dem Servieren mit gerösteten Weißbrotwürfeln und Kresse dekorieren.

Hauptspeise

Zander Wellington

Filet Wellington ist traditionell Rinderfilet mit gehackten Champignons umhüllt und in Blätterteil gebacken. Wir passen das Ganze allerdings ein wenig auf die sommerlichen Temperaturen an und nehmen Zander statt Rind.

Für die Gemüsefüllung brät man Champignons mit Zwiebeln und Speck leicht an. Dazu einige Streifen Wirsing geben und mit Weißwein vorgaren. Das Gemüse abkühlen lassen und mit Eiern und Ricotta vermengen. Würzen mit Muskat.

Den Blätterteig ausbreiten, die Hälfte der Gemüsemasse verteilen, und die Fischfilets darauflegen. Mit ein wenig Zitronengras oder Zitronenscheiben abdecken und die andere Hälfte der Gemüsemasse daraufgeben.

Die Blätterteigrolle einrollen und ab in den Ofen damit, bis eine schöne goldbraune Farbe erreicht ist.

Als Beilage gibts Tomatensalat mit Okraschoten. Die Schoten in Essigwasser weich aber bissfest garen. Dann mit den Tomaten einen leichten Salat anrichten. Zum Beispiel mit Sonnenblumenöl und cremigem Balsamico. Ein paar Zweige Rosmarin passen gut dazu.

Nachspeise

Nusskuchen

Der Nusskuchen für die Nachspeise ist so simpel wie lecker. Man vermengt Puderzucker mit Eiern und schlägt die Masse schaumig. Gemahlene Haselnüsse dazu, es gehen aber auch Wallnüsse die etwas kräftiger und bitterer schmecken. Nun noch mit ein wenig Amaretto abschmecken.

Erneut gut durchmischen und fertig. Je nach Konsistenz kann man noch Eier (wenn zu fest) oder Mehl (wenn zu feucht) dazugeben. Backen – fertig.

Weinbegleitung

Der Wein sollte natürlich zu allen 3 Gängen passen.

Die kalte Vorspeise schmeckt leicht, nach Tomate und Gurke. Der Wein sollte diese Geschmäcker nicht erschlagen.

Die Hauptspeise mit Blätterteig sowie Speck und Ricotta in der Füllung braucht einen Begleiter der eine gewisse Würze mitbringt.

Die süße Nachspeise harmoniert mit einem wenig säurehaltigen Wein am Besten.

Perfekt zu diesem Menü passt ein grüner Veltliner der Weinmanufaktur Krems.

Veltliner

Typische Fruchtnoten und milde Säure prägen den Österreicher. Grün-gelblich in der Farbe, in der Nase eine leichte Würze und der Geruch nach Pfirsich. Das Spiel aus Säure und Frucht ist harmonisch ausbalanciert, der Geschmack ist würzig und kräftig, ohne zu dominierende Säure. Ein typischer Veltliner, der perfekt zur leichten Vorspeise passt aber sich vor der Würze der Hauptspeise nicht versteckt. Der Preis ist mit 7 Euro sehr fair.

Saibling vom Grill auf Süßkartoffelchips und buntem Tomatensalat

Saibling vom Grill

Fisch vom Grill ist nicht besonders schwierig, und schmeckt sehr lecker. Am Besten funktionierts mit Fischhaltern aus Edelstahl, damit er beim Umdrehen nicht zerfällt. Diese mit Öl einpinseln, dann klebt nichts an.

Ein Fisch der sich sehr gut zum Grillen eignet, ist der Saibling. Saiblinge haben äußerlich auf den ersten Blick Ähnlichkeit mit Forellen, das Fleisch ist rosa gefärbt wie das des Lachs. Und sie schmecken ein wenig saftiger und intensiver als Forellen. Saiblinge gibt es nicht so häufig im Handel, da sie hohe Anforderungen an das ökologische Umfeld stellen und somit schwer zu züchten sind.

Den frischen Saibling kann man mit allen möglichen Kräutern füllen, ich habe eine Stange Zitronengras, einen kleinen Zweig frischen Rosmarin und etwas Zwiebel genommen. Zintronengras schmeckt etwas feiner als Zitrone oder Limette. Mit Salz, Pfeffer und Olivenöl bepinseln (innen und außen), und rauf auf den Grill. Direkt über den Kohlen grillen, aber mit größerem Abstand – dann wird die Haut knusprig aber nicht verbrannt. Die Fische sind fertig wenn man die Rückenflosse leicht herausziehen kann.

Die Kartoffelchips bestehen aus normalen Kartoffeln und Süßkartoffeln. Beide in dünne Scheiben hobeln mit Salz, Pfeffer, Paprika, Rosmarin und Öl auf ein Backblech geben und ab in den Ofen. Die Süßkartoffel entweder später dazugeben oder dicker schneiden, da sie schneller gar sind und dann zerfallen. Nur sparsam würzen.

Für den Tomatensalat hatten wir diesmal noch keine eigenen Tomaten, aber das dauert nicht mehr lange. Je bunter umso schöner! Eine Weile in Olivenöl und fruchtigem Balsamico marinieren und vorsichtig mit Salz, Pfeffer und Kräutern (Rosmarin) nach Belieben würzen.

Es ist ein wenig Timing nötig, damit die Kartoffelchips und der Fisch gleichzeitig fertig werden. Die Chips so lange backen bis sie außen knusprig aber nicht trocken werden. Der Fisch muss saftig sein, die Haut darf ruhig etwas knusprig sein.

Als Wein soll es ein Weißer sein, der die feinen Noten des Saibling mit Zitronengras nicht überspielt. Wir haben einen 2011-er Lugana von Bertoldi versucht.

Lugana

Der Lugana wird hauptsächlich aus der Trebbiano Traube gewonnen und in der Region südlich des Gardasees angebaut. Lugana ist ein leichter Weißwein, ideal für den Sommer. Der von Bertoldi duftet nach Aprikose und Zitrusfrüchten, und schmeckt fruchtig mit sehr zarter Säure. Ein schöner unaufdringlicher Begleiter für den Saibling.