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Mit Couscous und Feta gefüllte Paprika auf Zucchini, Auberginen und Süßkartoffel mit Balsamico

Kurz vor den Osterfeiertagen darf man ruhig nochmal was fleischloses zu sich nehmen, Festtagsbraten gibt es bestimmt genug. Heute gibts mit Couscous und Feta gefüllte Paprika auf Mischgemüse mit Balsamico. Eine leichte vegetarische Speise mit viel verschiedenem Gemüse.

Gefuellte Paprika Couscous

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Forelle Marrakesch mit zweierlei Kartoffeln

In der Fastenzeit (und nicht nur dann) sollte man weniger Fleisch essen, deswegen gibts heute ein Fischgericht. Am Besten nimmt man natürlich einheimischen Fisch, der nicht erst über den halben Globus geflogen kommt – schmeckt außerdem frisch viel besser. Ich habe heute frische Forellen bekommen, die gibts diesmal nicht einfach mit Kräuter und Zitrone, sondern mit einer marokkanischen Gewürzmischung und Olivenöl. Als Beilage gibt zweierlei Kartoffeln, Bratkartoffeln und ein Süßkartoffelgemüse.

Forelle Marrakkesch

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Rotbarschfilet in Gewürzpanade zu Süßkartoffelgratin mit Ziegenkäse

Der Rotbarsch ist im Ganzen ein sehr schön anzuschauender Fisch. Eine kräftig rot-orange Farbe und einige Stacheln an den Flossen lassen ihn fast gefährlich aussehen. In Deutschland wird er meist als Filet angeboten, hat festes und würziges Fleisch. Der Fisch bleibt beim Garen saftig und man erkennt die typisch salzige Würze eines Meerfisches.

Heute gibt es den Rotbarsch in einer leichten und würzigen Panade, dazu herzhaften Süßkartoffelgratin.

Rotbarsch

Der Rotbarsch wird zuerst in Zitronensaft eingelegt. Den kann man ruhig ziehen lassen bis der Gratin fast fertig ist, dann wird der Rotbarsch aus dem Zitronensaft genommen, abgetrocknet und gewürzt.

Die Filets würze ich mit Ras el-Hanout, einer marokkanischen Gewürzmischung. Ich bin normalerweise kein großer Fan von Gewürzmischungen, diese besteht aus ca. 25 verschiedenen und ist nicht ganz einfach selbst zu mischen. Ras el-Hanout schmeckt ausgezeichnet, fast ein wenig süß. Es wird in der Regel bei Fleisch oder Eintöpfen verwendet, passt aber auch zu kräftigem Fisch wie unserem Rotbarsch hier.

Nachdem das Gewürz einmassiert und eingezogen ist wende ich die Filets in etwas Mehl. Das schützt das Gewürz beim Braten vor dem Verbrennen, gibt eine dünne Panade und eine schöne Farbe. Die Filets werden dann in einer beschichteten Pfanne in wenig Öl auf einer Seite goldbraun gebraten, dann kurz gewendet und die Pfanne vom Ofen genommen damit die Filets fertig gar ziehen können aber nicht zu trocken werden.

Die Filets schmecken würzig bis süß, als Beilage gefällt mir ein Süßkartoffelgratin mit Ziegenkäse. Auch der schmeckt süß und würzig, passt ausgezeichnet zum Fisch.

Der Süßkartoffelgratin besteht zur Hälfte aus Süßkartoffeln und normalen Kartoffeln. Die Süßkartoffeln geben einen tollen süßen Geschmack, die Kartoffeln einen angenehmen Ausgleich und etwas festere Struktur. Die Kartoffeln sollten gut halb so dick geschnitten sein wie die Süßkartoffelscheiben, da sie länger zum garen brauchen. Man kann die Kartoffeln auch gleich groß schneiden und vorgaren, am Ende stört die unterschiedliche Dicke der Scheiben wohl nicht.

Die Kartoffelscheiben werden in eine gebutterte oder geölte Auflaufform geschlichtet. Ungefähr in der Mitte arbeitet man einige Scheiben Ziegenkäse mit ein und bedeckt sie mit dem Rest der Kartoffeln.

Den Gratin begießt man dann mit einer Mischung aus Milch, Sahne, Salz, Pfeffer und Muskatblüte. Die Milch streckt die Sahne ein wenig, soll ja nicht direkt auf die Hüfte gehen. Muskatblüte, auch Macis, ist eine feine Alternative zu Muskatnuss. Macis ist der Samenmantel des Muskatbaums und wird aus einem Gewebe zwischen Muskatfrucht und Kern gemacht. Es schmeckt sehr ähnlich der Muskatnuss, jedoch nicht ganz so bitter. Ist übrigens in vielen Wurstwaren enthalten, probiert es mal. Man kann damit sogar Süßspeisen ein wenig aufpeppen, ist einen Versuch wert!

Die letzte Lage ist dann wieder Käse. Am Ende wird der Gratin abgedeckt, z.B. mit Alufolie, damit er durchgaren kann bevor der Käse verbrennt. Nach 20 Minuten im Ofen nimmt man die Alufolie ab und bräunt den Käse noch ein wenig. Ich liebe Süßkartoffeln ohnehin, in der Kombination mit Ziegenkäse erhält man eine tolle Beilage zu vielen Gerichten. Sehr würzig, etwas süß. Man kann den Gratin auch mit Kokosmilch machen, wobei das meiner Meinung nach zu süß wird.

Süßkartoffelgratin ist eine vielseitige Beilage, je nach verwendeten Gewürzen. Die Süßkartoffeln machen den Gratin ein wenig leichter, damit eignet er sich auch zu kurzgebratenem Fleisch, Fisch oder Geflügel. Versucht es, schmeckt toll!

Ein herrlich würziges Menü mit einigen süßen Komponenten. Dazu kann man einen cremigen Chardonnay aus Frankreich trinken.

Chardonnay

Der Winzer Pierre Degroote aus Colombiers macht hier einen sehr gefälligen Weißwein. Aromen von Südfrüchten dominieren in der Nase. Der Geschmack ist fast cremig und blumig, ein Anklang von Vanille ist zu erkennen. Das Volumen kommt vom Ausbau im Holzfass, das ist auch gut so um mit den würzigen Geschmäckern von Fisch und Gratin mithalten zu können.

Der Weißwein schafft eine feine Balance zwischen Frucht und Körper, eine leichte Säure ist im Abgang zu erkennen. Ein wunderbarer Allround Weißwein, der mit deutlich unter 10 € noch dazu ausgenommen günstig ist.

 

Linsencurry mit Süßkartoffel und karamellisierten Auberginen

Kürzlich habe ich ein leckeres Curry nach einem Rezept von Jamie Oliver gegessen, im Original „Aubergine daal with handmade chapatis„. Das raffinierte daran ist das Topping mit gerösteten und karmellisierten Auberginen, ein toller Einfall der das ohnehin schon würzige Curry aufpeppt. Ich habe es ein wenig abgewandelt nachgekocht, ein wenig mehr Gewürze und mehr Sorten Gemüse schaden dem Curry nicht.

Als erstes werden die Auberginen gewürfelt und mit Zwiebelringen, Knoblauch und Ingwerstückchen in eine Auflaufform gegeben. Dann mit Sesamöl und Currypulver vermengen und ein wenig Honig darüberträufeln. Die Auflaufform wandert dann in den Backofen bis die Zwiebeln knusprig werden.

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Einstweilen werden die Linsen gekocht und verschiedenes Gemüse (Süßkartoffel, Paprika, Zwiebel, Knoblauch) geschnitten. Das Gemüse je nach Gargrad unterschiedliche lange in Erdnussöl anbraten und am Ende Currypulver dazugeben. Kurz anrösten und bevor das Pulver verbrennt mit Gemüsebrühe ablöschen und etwas Mais zugeben. Dann lässt man das Curry solange dünsten bis das Gemüse gar ist. Das Curry wird mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt und mit einigen Schüssen Essig abgeschmeckt. Essig passt zwar nicht unbedingt in ein klassisches Curry, aber hervorragend zu Linsen. Und es ist eine tolle Kombination mit den karamellisierten Auberginen!

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Sobald die Auberginen mit Zwiebel dunkel und knusprig sind, wird das Curry damit verziert und angerichtet. Das Curry schmeckt eher sauer-scharf, die Auberginen süß und würzig, das passt ausgezeichnet zusammen. Jamie Oliver serviert dazu noch Reis uns selbst gebackene Fladen, ich finde das Curry allein reicht voll aus. Und ich war zu faul noch Fladen zu backen, heute musste es schnell gehen 😉

Zu einem Curry einen passenden Wein zu finden ist nicht immer einfach. Das Gericht heute schmeckt sehr würzig und nach Röstaromen, der Wein darf ein wenig Körper haben. Der Les Terrasses von Château Pesquié ist ein Cuvee aus den Reben Syrah und Grenache, verbindet Aromen von schwarzen Johannisbeeren und Pflaumen.

Chateau Pesquie

Im Abgang finden sich leichte Holznoten und Röstaromen. Der Weinkritiker Robert Parker hat dem Tropfen Höchstnoten zuteilwerden lassen und überaschende 94 Punkte vergeben, für einen Wein unter 10 Euro ein hohes Lob.

Zutaten: Auberginen, Zwiebel, Knoblauch, Ingwer, Linsen, Paprika, Süßkartoffel, Mais, Gemüsebrühe, Essig, Erdnussöl, Currypulver, Salz, Pfeffer

Grillen mit Fisch und Gemüse

Sommer – Sonne – Grillwetter! Was gibts denn schöneres als strahlenden Sonnenschein, ein heißer Grill und ein kühles Getränk für den Grillmeister? So lecker auch ein schön saftiges Stück Fleisch vom Grill ist, heute gibts mal etwas leichteres, nämlich Fisch, Meeresfrüchte und Gemüse.

Fischspieß mit Oliven und Speck

Gegrilltes Fischfilet ist in der Handhabung recht schwierig, da es ohne Hilfsmittel beim Umdrehen leicht zerfällt. Deswegen machen wir einen Spieß daraus, dann siehts auch am Ende noch appetitlich aus 😉

Welches Fischfilet man nimmt ist Geschmackssache, ein kräftiger Salzwasserfisch wie Seelachs passt gut, Zander schmeckt auch fein. Den Fisch dann in Stücke schneiden, dabei die Gräten entfernen und die Stücke in Zitronensaft, Pfeffer und frischen Kräutern einlegen.

Fischspiess vom Grill mariniert

Der Fisch sollte dann mindestens eine Stunde marinieren, im Kühlschrank auch länger. Dann die Stücke in Speck einwickeln und abwechselnd mit Oliven aufspießen. Mit der Menge an Speck kann man experimentieren, wenn die Scheiben zu lange sind wirds leicht zu viel und man schmeckt nicht mehr viel vom Fisch.

Fischspiess vom Grill mit Speck

Die Spieße dann bei mäßiger Hitze grillen. Wenn es zu heiß wird verbrennt der Speck leicht. Lieber noch etwas an die Seite legen und ein paar Minuten länger drauf lassen. Der Fisch ist ja durch den Speck einigermaßen vom Austrocknen geschützt.

Fischspiess vom Grill

Lachs auf Lauchbett

Lachsfilet eignet sich toll zum Grillen. Lachskotelett eigentlich noch besser, das ist sehr saftig und sieht besser aus, nur leider gab es grad keines in der Frischfischtheke. Das Filet wickle ich am liebsten in Alufolie ein und gare es darin auf einem Bett aus Lauch.

Lachs auf LauchbettDie Lauchringe also auf die Alufolie geben, würzen mit Lorbeer, Salz und Pfeffer. Ein paar Zwiebelringe passen auch sehr gut, und ein kleiner! Spritzer Sojasauce und Olivenöl. Für den letzten Pfiff kann man wenige Kapseln Kardamom mit in das Päckchen geben. Nicht übertreiben mit den Gewürzen, sonst schmeckt man nichts mehr vom Lachs.

Die Alufolie nun verschließen und ab auf den Grill! Nach der Dicke des Lachs richtet sich auch die Garzeit, die Alufolie verhindert dabei zu schnelles trocken werden.

Garnelenspieße

Die Garnelenspieße sind am einfachsten vorzubereiten, aber erfordern ein gutes Timing beim Grillen.

Man spießt die Tierchen einfach auf und steckt dazwischen Zitronenscheiben. Wichtig ist, dass die Garnelen mit der Schale aufgespießt werden. Das verhindert schnelles austrocknen, gibt ein viel stärkeres Aroma und macht Spass beim Essen nachher.

Garnelenspiess vom Grill rohBeim Grillen darf man die Spieße nicht zu lange drauf lassen. Wenige Minuten von jeder Seite genügen, je nach Hitze. Jedenfalls sollte man die Garnelenspieße nicht mit dem restlichen Grillgut auflegen sondern erst wenn das Ende absehbar ist. Wenn die Schale auf einer Seite orange wird kann man sie langsam umdrehen, man sollte mit eher großer Hitze und wenig Zeit arbeiten.

Garnelenspiess vom Grill

Forelle vom Grill

Zuguterletzt gibts noch ne frische Forelle, das macht das Quartett aus dem Wasser komplett.

Gegrillte ForelleGegrillte Forelle ist nicht schwer, ich finde ganzer Fisch ist einfacher zuzubereiten als Filet. Außerdem sieht der Fisch im Ganzen viel besser aus, das Auge isst ja bekanntlich auch mit.

Wenn der Fisch recht groß und dick ist kann man ihn auf der Oberseite an den dicken Stellen auch leicht einschneiden. Dann garen die dicken Teile schneller durch. In die Ritzen kommen dann Kräuter und Salz, der Fisch wird sowieso außen und innen kräftig gesalzen.

Als Füllung eignen sich frische Kräuter. Zitrone geht auch, ich mag die Säure aber nicht so gern, auch wenn es für die meisten dazugehört. Eine gute Idee ist auch die Forelle mit Fenchel zu füllen. Die Knolle dazu einfach in Scheiben schneiden, diese Füllung kann man auch später als Gemüsebeilage dazu essen. Das Aroma des Fenchel und der Forelle verbinden sich herrlich, manch einer sagt die Füllung wäre das Beste!

Mit Grillgittern kann man den Fisch einfach wenden, sollte das aber nur einmal tun. Oft Wenden lässt den Fisch am Ende weniger saftig werden. Besser man gart den Fisch an einer Stelle mit mittlerer Hitze und gegen Ende gibt man ihn kurz über die offene Glut damit die Haut schön knusprig wird. Wie lange die Forelle denn garen muss kann man nicht pauschal sagen, natürlich je nach Größe und Temperatur. Einfach ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren!

Gemüsespieße

An Fisch haben wir für die Grillparty nun mehr als genug. Eine sehr einfache und leckere Beilage sind Gemüsespieße.

Gemuesespiess vom Grill

Man nimmt an Gemüse einfach was man zuhause hat, die Dicke der Stücke sollte sich nach den Garzeiten richten. Das sieht meistens auch farblich toll aus, ich habe einfach Paprika und Zucchini genommen. Die Stücke aufspießen, mit Öl beträufeln und getrocknete Gewürze darübergeben. Eine italienische Kräutermischung beispielsweise. Die Gemüsespieße dann ein wenig einziehen lassen und bei mittlerer bis geringer Hitze grillen.

Gefüllte Champignonköpfe

Die zweite Beilage ist so lecker wie raffiniert und einfach – man braucht vor allem große Champignonköpfe. Die werden ausgehölt und mit Ziegenfrischkäse gefüllt. In den Käse steckt man eine kleine Scheibe Speck und einen Zweig Rosmarin. Das war eigentlich schon!

Champignons mit Frischkaese und Speck vom GrillDie Pilze werden dann langsam bei mittlerer bis kleiner Hitze gegart, schmecken saftig, würzig – einfach toll!

gebratene Süßkartoffelecken

Süßkartoffeln sind eines meiner Lieblingsgemüse. Sie sind je nach Art der Zubereitung sehr abwechslungsreich und passen zu allen möglichen Gerichten. Im Prinzip kann man sie ähnlich wie Kartoffeln behandeln, nur sind sie eher weich. Bei gemischten Kartoffel-Süßkartoffel Gerichten also die Süßkartoffeln entweder dicker schneiden oder später garen.

Eine der schnellsten Beilagen sind gebratene Süßkartoffelecken. Die Süßkartoffeln einfach waschen und in schöne große Stücke schneiden. Dann in einer Pfanne in Öl von allen Seiten anbraten bis sie eine ansehnliche Farbe haben. Am Ende die Hitze wegnehmen, mit Paprika, Pfeffer, grobem Salz und frischem Rosmarin würzen und mit einem Deckel zu Ende garen bis die Ecken weich sind.

gebratene Sueßkartoffeln

Bier

Weißwein zum Fisch – Papperlapapp! Zum Grillen gehört Bier!

Die meisten (mich eingeschlossen) grillen doch nur so gerne, weil es die ganze Zeit über kühles Bier gibt 😉 Im Sommer darf es gern was spritziges, fruchtiges sein, das Riedenburger Brauhaus hat ein tolles Sommerbier gebraut.

Dolden Sommer Sud

Der Dolden Sommer Sud ist kein wirklich leichtes Bier mit 4,2% Alkohol. Trotzdem duftet es herrlich frisch nach Hopfen, etwas Hefe und viel süßen Früchten. Im Glas gibt es eine schöne Schaumkrone, die Farbe ist naturtrüb. Der Geschmack ist blumig und fruchtig, kräftig aber nicht zu herb. Ein sehr schönes Sommerbier, ideal für die schwere Arbeit am Grill bei strahlendem Sonnenschein!

Boeuf Bourguignon mit Süßkartoffel-Gnocchi

Bœuf Bourguignon – ein absoluter Klassiker der französischen Küche!

Boeuf bourguignon

Im Grunde recht einfach zuzubereiten mit nur wenigen Zutaten. Dafür muss deren Qualität aber stimmen! Das wichtigste ist das Rindfleisch, der Wein und der Speck. Aber der Reihe nach…

Beim Boeuf Bourguignon ist der Name Programm. Das bekannte Gericht aus dem Burgund besteht hauptsächlich aus Rindfleisch und Rotwein. Das Burgund ist weithin berühmt für genau diese Zutaten, seine Charolais Rinder sowie die Rotweine, die hauptsächlich aus Pinot Noir bestehen.

Das Rindfleisch ist idealerweise eine gut abgehangene Schulter (Schaufelbug) oder das Bürgermeisterstück. Diese Teile eignen sich sehr gut zum Schmoren und bleiben schön saftig.

Das Fleisch in knapp faustgroße Stücke schneiden und in Mehl wenden. Man kann die Brocken auch kleiner schneiden wie ein Gulasch, aber je größer um so saftiger. Das Fleisch dann in heißem Öl gut anbraten und wenn es von allen Seiten eine schöne Farbe hat aus der Pfanne nehmen und Speck (geräucherter Bauchspeck), Zwiebel, Champignons und Karotten darin anbraten.

Pro Kilo Fleisch nimmt man je nach Geschmack ungefähr ein Kilo aus den anderen Zutaten (zusammengezählt). Am Ende löscht man die Pfanne mit Rotwein ab und gibt das Fleisch wieder hinein. Auf ein Kilo Fleisch und ein Kilo Gemüse passt eine Flasche Rotwein. Welchen Rotwein man nimmt sollte man ausprobieren. Es sollte kein schlechter sein, aber auch kein zu teurer, das wäre trotzdem schade. Traditionellerweise nimmt man natürlich Burgunder, aber auch ein kräftiger Primitivo macht sich klasse. Ich bevorzuge kräftige und herbe Weine, dann schmeckts würziger. Wenn nicht alles von Flüssigkeit bedeckt ist kann man mit Gemüsebrühe auffüllen.

Dann gibt man noch Gewürze wie Lorbeer, Wacholder, Piment und Pfefferkörner dazu und lässt das Ganze auf kleiner Hitze einige Stunden schmoren. Je länger umso besser, desto sämiger wird die Sauce und desto zarter das Fleisch.

Das wars schon, ein wirklich einfaches Gericht. Man braucht nur sehr gute Zutaten und viel Zeit.

Als Beilage zum Boeuf Bourguignon kann man alles mögliche machen. Durch das Gemüse in der Sauce braucht man nicht zwangsweise eine Beilage, ansonsten passen auch Nudeln gut dazu. Heute mach ich mir ein wenig mehr Arbeit und mache Süßkartoffelgnocchi.

Zuerst dämpft man Kartoffeln und Süßkartoffeln, je nach Menge im Verhältnis circa 2:1 oder 3:1, sonst werden die Klößchen zu süß. Dann schälen und mit einem Stampfer zerdrücken. Ein bis zwei Eier dazugeben, mit Mehl zu einem klebrigen aber lockeren Teig verrühren und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.

Aus dem Teig mit 2 Esslöffeln Gnocchi ausstechen, formen und ins siedende Salzwasser geben. Wenn sie an der Oberfläche schwimmen noch ein wenig ziehen lassen und rausnehmen.

Kurz vor dem Servieren dann in Butter schwenken und anrichten.

Eigentlich muss man zum Boeuf Bourguignon einen Burgunder trinken – den hatten wir aber erst beim letzten Gericht. Zumindest bleiben wir in Frankreich, mit dem Henry de Monfreid vom Weingut Château Saint-Estève aus dem Languedoc.

Chateau_Saint-Esteve_-_Henry_de_Monfreid_Etiquette_Rouge

Der 2008er Cuveé besteht aus Carignan 40%, Grenache 30%, Syrah 20%, Mourvèdre 10%. Er ist nach einem französischen Schriftsteller benannt, der als Lebensmittelchemiker für Maggi arbeitete. Keine Sorge, der Wein schmeckt aber alles andere als nach Maggi!

Er duftet nach Waldbeeren und schmeckt würzig und pfeffrig. Man erkennt auch Zwetschgen, ein recht kräftiger voluminöser Tropfen. Mit dem langen Abgang mit harmonischen Tanninen ein schöner Wein zum Boeuf. Die würzigen und leicht süßlichen Noten finden sich auch im Wein wieder, tolle Kombination finde ich!

 

Zutaten: Rindfleisch, Speck, Zwiebel, Champignons, Karotten, Rotwein, Lorbeer, Wacholder, Piment, Kartoffel, Süßkartoffel, Eier, Muskat

Auberginen-Parmesan Bruschetta gefolgt von Dorsch in Kartoffelkruste mit Fenchelgemüse und Champignonköpfen, danach Tiramisu von Glühwein-Zwetschgen und ein Chianti von Antinori

Heute gibt’s mal wieder drei Gänge, am Wochenende ist doch einfach mehr Zeit zum Kochen.

Und ich hab noch leckeren Dorsch aus der Nordsee!

Das ganze Menü ist leicht italienisch angehaucht, als Vorspeise eine Bruschetta mit Auberginen und Tomaten.

Der Hauptgang ist Dorsch in Kartoffelkruste mit Gemüse und gefüllten Champignonköpfen, mit einem Meerrettich-Preiselbeer-Dip.

Und als Nachspeise ein Tiramisu mit Glühweinzwetschgen. Et Violà:

Vorspeise

Auberginen-Parmesanbruschetta heißt nicht dass wir die Auberginen auf Brot servieren, sondern wir verwenden die Auberginen als Unterlage für die Tomaten.

Auberginenbruschetta

Dazu sollte man aber die Schale abmachen. Damit die Auberginen auch schön saftig bleiben schälen wir sie erst nach dem Garen. Also geben wir eine ganze Aubergine in den Backofen und können wenn sie weich ist die Schalte ablösen und die Aubergine in Scheiben schneiden.

Dazwischen braten wir Knoblauch in Olivenöl an und löschen mit klein geschnittenen Fleischtomaten ab. Zügig vom Herd nehmen, mit Salz, Pfeffer, Basilikum und Thymian würzen und erkalten lassen.

Wenn man die Tomaten ganz leicht andünstet werden sie ein bisschen weich und sämig. Aber nicht zu lange braten!

Die Auberginenscheiben dann in Mehl und Eier und anschließend in einer Mischung aus Semmelbrösel und Parmesan wenden. In der Pfanne langsam goldbraun braten. Die Tomaten darauf anrichten und fertig.

Hauptspeise

Die Hauptspeise ist ein klein wenig aufwändiger. Zuerst machen wir das Fenchelgemüse, dazu Ingwer und Zwiebel anbraten und anschließend Fenchel, Bohnen, Paprika, Champignons und klein geschnittene Tomaten zugeben und weich dünsten. Mit Salz, Pfeffer und Bohnenkraut würzen, durch die verschiedenen Gemüse braucht es kaum Gewürze. Man kann das Gemüse frisch und bissfest servieren, oder auch fast bis zum Chutney einkochen, je nach Geschmack.

Für die gefüllten Champignons zuerst die Stiele entfernen und klein schneiden. Mit Zwiebel anschwitzen und etwas gegarten Reis dazugeben. Das Ganze mit Frischkäse, Öl, Salz und Pfeffer mischen und in die Champignonkappen füllen. Ein paar Späne Parmesan drüber und ab in den Ofen.

Für den Dip einfach Frischkäse, Meerrettich und Preiselbeeren vermischen, ein klein wenig Sesamöl dazugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Nun die Dorschfilets mit Zitronensaft beträufeln. Kartoffeln in große dünne Scheiben schneiden. Den Fisch in Mehl und Eier wenden und die dünnen Kartoffelscheiben darauflegen. In die Pfanne geben und scharf von beiden Seiten anbraten, damit die Kartoffeln haften. Dann etwas runterdrehen und den Fisch durchbraten. Anstatt normaler Kartoffeln kann man auch Süßkartoffeln verwenden, schmecken dazu hervorragend. Nur werden die schnell braun, also vorsichtig braten. Man kann die Süßkartoffeln auch als Chips in Öl mit Rosmarin ausbraten und als Beilage reichen.

Durch den Kartoffelmantel bleibt der Dorsch schön saftig, das würzige Gemüse und die Champignonköpfe passen gut zu dem kräftigen Gericht. Und der Dip peppt das ganze nochmal richtig auf! Nur beim anrichten konnten wir uns nicht entscheiden…

Dorsch in Kartoffelkruste 2

Dorsch in Kartoffelkruste 1

Nachspeise

Tiramisu

 Für das Dessert brauchen wir zuerst eine süße Rotweinreduktion. Dazu wird Puderzucker karamellisiert und mit einem nicht zu trockenen Rotwein abgelöscht. Dann Nelken, Lorbeer , Wachholder, Piment und Pfeffer reingeben und einreduzieren. Die herzhaften Gewürze geben am Ende eine tolle Würze, fast wie Glühwein. Gegen Ende einen Schuss weißen Portwein dazugeben. Das ganze dauert mehrere Stunden und am Ende soll aus ca. einem Liter weniger als 200ml geworden sein.

In der Reduktion kochen wir die eingemachten Pflaumen dann auf und würzen mit Zimt und Vanillezucker nach.

In eine Auflaufform legen wir nun Biscuitstangen, tränken die mit dem Rotweinsud und geben die Zwetschgen oben drauf. Dann eine Mischung aus Mascarpone und Sahne darübergeben. Die drei Lagen wiederholen und einen Tag in den Kühlschrank stellen. Am Ende mit Zimt bestäuben und fertig! Schmeckt richtig Weihnachtlich, wird Zeit für den ersten Weihnachtsmarkt!

Wein

Zum Fisch Weißwein – das passt diesmal wirklich nicht.  Alle 3 Gänge schmecken zu kräftig für einen leichten fruchtigen Weißen. Ein sehr passender Tropfen ist ein toller Chianti Classico von Antinori. Einer meiner Lieblingsweine muss ich zugeben!

peppoli

Die Familie Antinori macht seit nunmehr über 20 Generationen Wein, seit 1385. Sie haben einige berühmte Tropfen der Toscana hervorgebracht, wie den Tignanello. Leider ist der mittlerweile kaum mehr bezahlbar.

Der Peppoli ist ein Chianti Classico aus Sangiovese mit etwas Merlot und Shiraz und reift knapp ein Jahr in Holzfässen.

Dieser Tropfen duftet im Glas nach Kirschen, Beeren und Kräutern. Für Sangiovese typisch weist der Wein wenig Gerbsäure auf, ein sehr runder Geschmack. Im Abgang erkennt man feine Holznoten.

Ein sehr ausgewogener Roter, kräftig aber durchaus mit leicht fruchtigen Noten. Ich habe selten einen so fein ausbalancierten Rotwein getrunken.

Saibling vom Grill auf Süßkartoffelchips und buntem Tomatensalat

Saibling vom Grill

Fisch vom Grill ist nicht besonders schwierig, und schmeckt sehr lecker. Am Besten funktionierts mit Fischhaltern aus Edelstahl, damit er beim Umdrehen nicht zerfällt. Diese mit Öl einpinseln, dann klebt nichts an.

Ein Fisch der sich sehr gut zum Grillen eignet, ist der Saibling. Saiblinge haben äußerlich auf den ersten Blick Ähnlichkeit mit Forellen, das Fleisch ist rosa gefärbt wie das des Lachs. Und sie schmecken ein wenig saftiger und intensiver als Forellen. Saiblinge gibt es nicht so häufig im Handel, da sie hohe Anforderungen an das ökologische Umfeld stellen und somit schwer zu züchten sind.

Den frischen Saibling kann man mit allen möglichen Kräutern füllen, ich habe eine Stange Zitronengras, einen kleinen Zweig frischen Rosmarin und etwas Zwiebel genommen. Zintronengras schmeckt etwas feiner als Zitrone oder Limette. Mit Salz, Pfeffer und Olivenöl bepinseln (innen und außen), und rauf auf den Grill. Direkt über den Kohlen grillen, aber mit größerem Abstand – dann wird die Haut knusprig aber nicht verbrannt. Die Fische sind fertig wenn man die Rückenflosse leicht herausziehen kann.

Die Kartoffelchips bestehen aus normalen Kartoffeln und Süßkartoffeln. Beide in dünne Scheiben hobeln mit Salz, Pfeffer, Paprika, Rosmarin und Öl auf ein Backblech geben und ab in den Ofen. Die Süßkartoffel entweder später dazugeben oder dicker schneiden, da sie schneller gar sind und dann zerfallen. Nur sparsam würzen.

Für den Tomatensalat hatten wir diesmal noch keine eigenen Tomaten, aber das dauert nicht mehr lange. Je bunter umso schöner! Eine Weile in Olivenöl und fruchtigem Balsamico marinieren und vorsichtig mit Salz, Pfeffer und Kräutern (Rosmarin) nach Belieben würzen.

Es ist ein wenig Timing nötig, damit die Kartoffelchips und der Fisch gleichzeitig fertig werden. Die Chips so lange backen bis sie außen knusprig aber nicht trocken werden. Der Fisch muss saftig sein, die Haut darf ruhig etwas knusprig sein.

Als Wein soll es ein Weißer sein, der die feinen Noten des Saibling mit Zitronengras nicht überspielt. Wir haben einen 2011-er Lugana von Bertoldi versucht.

Lugana

Der Lugana wird hauptsächlich aus der Trebbiano Traube gewonnen und in der Region südlich des Gardasees angebaut. Lugana ist ein leichter Weißwein, ideal für den Sommer. Der von Bertoldi duftet nach Aprikose und Zitrusfrüchten, und schmeckt fruchtig mit sehr zarter Säure. Ein schöner unaufdringlicher Begleiter für den Saibling.