Tag-Archive for » Pute «

Putensteak mit Champignons und Ziegenkäse gefüllt mit Bohnen-Tomatengemüse

Heute gibts wieder mediterrane Küche, gefülltes Putensteak mit Gemüsebeilage.

Putensteak

Pute kann man hervorragend füllen. Durch die kurze Garzeit, die das Fleisch braucht, bleibt die Füllung immer schön frisch. Die Füllung besteht aus Ziegenkäse und Champignons. Der Ziegenkäse macht das Ganze würzig, die Pilze bleiben schön saftig. Die Putenfilets kann man sehr einfach mit einem Filiermesser einschneiden, die Taschen werden dann mit Salz und Pfeffer gewürzt und Ziegenkäse und Champignons hineingegeben. Die Champignons sollten mindestens 5mm dick sein, damit sie schön saftig bleiben. Man könnte Champignons auch roh verzehren, wie auch Steinpilze. Die meisten anderen Pilzsorten sollte man nur gut durchgegart verzehren damit sie bekömmlich sind. Natürlich ist wichtig dass die Pilze frisch sind. Man kann Pilze auch sehr einfach selbst anbauen, wie das geht findet ihr hier: Pilze selbst gezüchtet.

Die gefüllten Putenfilets kommen  in eine geölte Auflaufform und bei 160 Grad in den Backofen. Nach ca 20-30 Minuten ist das Fleisch gar, je nachdem wie dick die Stücke sind. Durch die Pilze und den Ziegenkäse bleiben die Putenfilets schön saftig, und die Füllung wird trotzdem durch bzw. der Käse flüssig. Ich mag am liebsten festen Schnittkäse von der Ziege, man kann auch Weichkäse oder Frischkäse nehmen.

Während die Pute im Ofen ist, kocht man frische Bohnen kurz in Wasser, es dauert ca. 5 Minuten bis sie bissfest sind. In einer Pfanne schwitzt man Tomatenmark an und gibt dann die Bohnen mit ein paar Tropfen (1-2 EL) des Kochwassers dazu. Man presst noch eine Knoblauchzehe hinein und lässt das Ganze kurz dünsten. Am Ende mit Weißwein ablöschen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Das Gemüse wird warm gehalten bis die Pute fertig ist. Das Tomatenmark mit dem verkochten Weißwein gibt eine sehr sämige Konsistenz, Tomaten und Bohnen geben in Verbindung mit dem Knoblauch ein sehr schmackhaftes Gesamtbild. Die Pute schmeckt kräftig und saftig, dank des Käses und der Champignons.Murviedro

Dazu passt am Besten ein mittelschwerer fruchtbetonter Rotwein. Der Murviedro Riserva aus der Gegend um Valencia in Spanien ist genau so ein Tropfen. Ein blumiger Duft, sehr volumiger Körper aber trotzdem nicht zu schwer. Gerade das kräftige Gemüse braucht einen gewissen Gegenpol, auch der Ziegenkäse verlangt nach etwas Masse.

Trotzdem verfügt der 2009er Cuvée aus Tempranillo, Cabernet und Monastrell über wenig Säure, Aromen von Blutorange, Brombeer und Vanille zeichnen den Spanier aus. Ein schön kräftiger aber nicht zu herber Rotwein, mit einer gewissen Frucht ohne süßlich zu sein. Perfekter Partner zum Essen, das einerseits leicht aber trotzdem würzig ist.

Gegrillte Putensteaks mit BBQ Rub dazu asiatische Gemüsepfanne

Grillzeit ist die schönste Zeit! Das beste am Sommer ist dass man fast jeden Tag grillen kann. Klar, das ginge auch im Winter. Aber bei 30 Grad macht es deutlich mehr Spass!

Ich mag die verschiedensten Arten von Fleisch, Fisch und Gemüse vom Grill, heute gibts Pute in Trockengewürz, dazu eine Gemüsepfanne mit leicht asiatischer Note. Ich wollte unbedingt mal eine Trockenmarinade (BBQ-Rub) ausprobieren, hatte schon öfters davon gehört aber noch nie gegessen. Eine große Auswahl an Grill Rubs wie auch an Gewürzen und Gewürzmischungen hat der Shop Vom Achterhof. Da habe ich auch meine beiden Mischungen bestellt. Die Gewürze duften herrlich frisch, sind gut verpackt und der Shop bietet umfangreiche Infos und ein großes Sortiment. Ich habe das BBQ Gaucho Rub versucht, eine Mischung aus groben Gewürzen, sowie das BBQ Louisiana Rub, eher fein gemahlene Gewürze auf Paprika-Basis. Probiert es mal aus, schmeckt ausgezeichet! Das BBQ Louisiana Rub schmeckt ein wenig scharf nach Paprika, das BBQ Gaucho Rub aus grob zerstoßenen Gewürzen eher pfeffrig mit Piment und Koriander.

IMGP9511

IMGP9513

Das wichtigste hier ist die Qualität des Fleisches. Ich habe Putensteaks in Bioqualität gekauft, das Fleisch bleibt viel saftiger und hat eine deutliche gleichmäßigere Struktur als Putenfleisch aus der Discounter Kühltheke. Klar ist es teurer, aber dafür auch deutlich besser in der Qualität. Die Steaks reibt man dann einfach mit den Gewürzen ein und lässt sie einwirken. Es wird zu bis zu 12 Stunden geraten, ich hatte sie nur 1 Stunde vor dem Grillen gewürzt und das hat locker ausgereicht. Man verschätzt sich sogar leicht mit der Menge, nehmt lieber nicht zu viel vom Gewürz, sonst schmeckt man vom Fleisch nichts mehr. Bei gutem Putenfleisch kann man ruhig etwas davon schmecken…

IMGP9507

IMGP9506

Wichtig beim Grillen ist noch, dass man das trocken gewürzte Fleisch nicht zu heiß zubereitet, da sonst die Gewürze verbrennen. Das tut auch dem Putenfleisch gut, das bleibt schön saftig.

Als Beilage gibts Pfannengemüse. Da ich gerade frischen Koriander am Balkon habe wird es leicht asiatisch gewürzt. Man schneidet Karotte, Zucchini, Paprika, Fenchel, Tomaten, Knoblauch und Zwiebel in Stücke und brät sie in ein wenig Öl an. Je nach größe der Stücke sollte man Fenchel und Karotten zuerst in die Pfanne geben. Wenn das Gemüse gar aber noch fest ist löscht man mit Zitronensaft, Sojasauce und Honig ab und schaltet den Herd aus. Klein geschnittenen Koriander untermischen und ziehen lassen bis das Fleisch fertig ist.

IMGP9519

Das ganze Gericht ist relativ einfach zubereitet und schmeckt sehr leicht und bekömmlich. Trotzdem würzig, aber liegt nicht so im Magen wie Schweinebauch (nichts gegen Schweinebauch!).

Was trinkt man dazu? Ein würziger aber nicht zu schwerer Rotwein ist genau das richtige.

StLaurent

Der St. Laurent aus dem Burgenland schmeckt intensiv nach Kräutern und Beeren sowie ein bischen Rauch. Eigentlich alles was im Essen auch vorkommt, das passt ja wie die Faust aufs Auge! Mehr muss man nicht sagen 🙂

Putenfilet in Gewürzmarinade nach Schuhbeck – mit Naturreis und Brokkoli

Kürzlich habe ich ein neues Kochbuch gefunden, Schuhbecks „Gesund genießen – raffiniert gewürzt“. Betitelt mit leichter Wohlfühlküche, das wollte ich gleich mal ausprobieren. Dazu habe ich Putenfilet in Gewürzmarinade gekocht.

Zitronenpute

Im Original nimmt man Hühnchenbrust statt Putenfilet, das mag man mir verzeihen.

Zuerst macht man das wichtigste – die Marinade. Dazu Gemüsebrühe (oder wie im Original Geflügelbrühe) erhitzen und Kardamomkapseln, Vanilleschote, Zimt, Chili, Knoblauch, roten Pfeffer und Ingwer in die Brühe geben und ziehen lassen. Etwas Zitronenschale abreiben und mit dazugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Während die Brühe zieht kann man erstmal den Reis kochen, Naturreis braucht eine gute halbe Stunde. Am liebsten mag ich gemischten Naturreis, sieht bunt aus und schmeckt sehr abwechslungsreich. Den Brokkoli dann zeitglich garen oder dämpfen, und am Ende mit wenig Öl und Salz verfeinern. Eine Prise Muskat schadet auch nicht, aber vorsichtig dosieren.

Nun brät man das Putenfilet in einer beschichteten Pfanne. Dazu Olivenöl erhitzen und eine Chilischote und Knoblauchzehe dazugeben. Sobald das Öl heiß ist das Geflügelfleisch hineingeben und von beiden Seiten goldbraun anbraten. Nicht zu lange, sonst wird das Filet trocken. Wenn man statt der Pute Hähnchenbrust nimmt kann man auch von allen Seiten anbraten und im Backofen in Alufolie fertig garen, dann bleibt sie schön saftig.

Das Putenfilet am Ende in Streifen schneiden und mit dem Reis und Brokkoli anrichten. Die Marinade großzügig darübergeben.

Dieses Gericht ist enorm geschmacksintensiv. Die vielen Gewürze harmonieren toll zusammen, keines überlagert das andere. Eine sehr leichte Speise bei der die Aromen richtiggehend im Mund explodieren. In der Zubereitung recht einfach, trotzdem eine sehr gelungene Kombination. Der Wein den man dazu trinkt sollte das nur sanft unterstreichen. Ich empfehle einen leichten Weißwein, wie den Viognier vom Château de Mattes-Sabran an der Rhône.

MattesIn der Nase dominieren frische Zitrusfrüchte, passen schön zu der Note aus Kardamom und Zitronenschale. Die sehr milde Säure schafft ein sattes Volumen am Gaumen, ein sehr runder und ausgeglichener Tropfen. Die Lagerung im Barrique macht den Weißwein noch ausgeglichener. Auf den ersten Blick ein sehr zurückhaltender Wein, und gerade deswegen passt er so gut zu diesem leichten und trotzdem würzigen Hauptgericht.

Zutaten: Putenfilet, Gemüsebrühe, Kardamomkapseln, Vanilleschote, Zimt, Chili, Knoblauch, roter Pfeffer, Ingwer, Zitronenschale, Knoblauch, Naturreis, Brokkoli

Putenkeule in Weißweinsauce mit Rosenkohlblättern und Kartoffelknödel

Aus Pute kann man nicht nur Schnitzel oder Brust schneiden, die Putenkeule gibt einen sehr leckeren Braten. Die Putenkeule bekommt man meistens mit Knochen, man kann den Knochen auslösen und die Keule schön füllen. Oder am Stück auf Gemüse braten, das hab ich diesmal gemacht.

Putenkeule in Weißweinsauce

Als erstes bereitet man die Grundlage für die Weißweinsauce vor. Dafür Petersilienwurzel, Karotten und Stangensellerie sehr klein würfeln. In einer Kasserolle Puderzucker schmelzen und das Gemüse karamellisieren. Mit Weißwein aufgießen und auf die Hälfte bis ein Viertel einreduzieren lassen. Die Reduzierung sollte schon eine ganz leicht sirupartige Konsistenz haben.

Während die Saucengrundlage einkocht würfelt man wieder Petersilienwurzel, Karotten, Stangensellerie und Zwiebel, diesmal 1-2 cm groß. Dann würzt man die Putenkeule mit Salz, Pfeffer und Paprika und brät Keule und Gemüse zusammen an. Wenn das Gemüse Farbe genommen hat mit Gemüsebrühe ablöschen, die Weißweinsauce dazugeben und die Reine in den Ofen schieben.

Die Kartoffelknödel muss ich zugeben habe ich nicht selbst gemacht, ich war faul und habe eine Packung aus dem Kühlregal benutzt. Gerade hier gibts aber große Unterschiede, eine Mischung aus rohen und gekochten Kartoffeln und ohne Zusätze sollte es sein.

Als weitere Beilage gibts Rosenkohl. Den bekommt man im Moment frisch zu kaufen, das sollte man ausnutzen und Rosenkohlblätter zubereiten, nicht die ganzen Röschen. Die Blätter vom Strunk lösen und kurz in Salzwasser blanchieren, dann ein Butter oder ausgelassenem Speck in der Pfanne wenden. Rosenkohlblätter machen zwar einiges an Arbeit, aber die lohnt sich. Schmeckt um einiges frischer und knackiger als ganze Röschen, da sie nur ganz kurz in heißem Wasser blanchiert werden.

Zwischenzeitlich ist die Putenkeule wohl auch fertig und die Haut knusprig. Die Sauce dann durch ein Sieb streichen und fertig. Die Weißweinsauce mit dem karamellisierten Wurzelgemüse gibt einen tollen süß-würzigen Touch, das nehmen wir im Wein wieder auf. Der sollte schon etwas kräftiger sein, aber nicht zu herb. Die Qual der Wahl fällt diesmal auf einen Primitivo Doppio Passo aus Salento.

 

Primitivo Doppio Passo

Der rote Tropfen kommt aus Süditalien, genauer aus Apulien. Die Rebsorte Primitivo (oder Zinfandel) schmeckt häufig kräftig und würzig nach Zimt und schwarzem Pfeffer. Doppio Passo bedeutet dass der Rotwein nach der ersten Gärung ein zweites Mal auf die gepressten Trauben und Schalen gegeben wird. Das resultiert in mehr Süße, Aroma und kräftigerer Farbe.

In der Nase erkennt man herbe Grapefruitaromen, im Geschmack Pflaumen, dunkle Beeren und Trauben. Der Abgang ist mit leichten Holzaromen aber wenig Gerbsäure. Ein sehr kräftiger und trotzdem fruchtiger Roter, wenig Säure und viel Würze und Geschmacksdichte. Diesen Wein bekommt man im Supermarkt für um die 7 Euro, ein echtes Schnäppchen finde ich.