Steinpilzrisotto

Die Pilzsaison in den heimischen Wäldern ist langsam zu Ende, es gibt für dieses Jahr noch ein letztes Gericht mit frischen Waldpilzen – ein leckeres Steinpilzrisotto.

Steinpilzrisotto

Die Schwammerl wachsen zwischen August und Oktober, oft nur wenige Tage, dafür aber dann sehr viele. Der Steinpilz ist einer der wenigen (neben Champignons) die auch roh genießbar sind. Einfach dünn über Feldsalat gehobelt oder leicht mariniert als Carpaccio schmecken sie auch sehr lecker.

Zum Risotto werden erstmal klein geschnittene Zwiebeln in Olivenöl leicht glasig angeschwitzt und der Risottoreis dazugegeben. Den Reis ein wenig dünsten und mit heißer Gemüsebrühe ablöschen. Nur so viel bis der Reis knapp bedeckt ist und dann warten bis die Flüssigkeit aufgenommen ist. Dann wieder aufgießen und die Flüssigkeit aufnehmen lassen, das wird so lange wiederholt bis der Reis die richtige Konsistenz hat, es dauert knapp 20 Minuten.

Häufig nimmt man statt Gemüsebrühe Weißwein, aber für meinen Kleinen koche ich momentan meist alkoholfrei. Während das Risotto zubereitet wird brät man die Steinpilze an. Wenn man sie direkt ins Risotto gibt geben sie sehr viel Wasser ab. Ich brate sie mit Öl in einer separaten Pfanne bis das meiste Wasser verdunstet ist und gebe Sie dann zum Risotto.

Gegen Ende reibt man noch Parmesan hinein, nimmt es vom Herd und lässt es fertig ziehen. Einige Blätter Petersilie passen ausgezeichnet zu den Steinpilzen.

Die Kunst liegt darin, das Risotto zart aber bissfest zu machen. Es soll nicht zu flüssig sein, aber auch keine Pampe. Es dauert einige Versuche bis man die richtige Temperatur und Menge an Flüssigkeit raus hat. Ich nehme schon vor Ende der Garzeit den Topf vom Herd und gebe nochmal einen Schuss Flüssgkeit hinzu. Das Servieren sollte in jedem Fall schnell gehen, sonst wird das Risotto zu klebrig.

Zum Pilzrisotto passt am Besten ein weicher, sehr ausgewogener Weißwein. Da ich erst am Gardasee im Urlaub war gibts einen italienischen Weißen, einen Bianco de Custoza.

Bianco de custoza

Die Bianco des Custoza kommen aus der Region Venetien und sollten eher jung getrunken werden. Der Custoza der Villa Rosa besteht aus 5 verschiedenen Reben, Cortese, Garganega, Malvasia, Tocai Friulano und Trebbiano. Die Kombination so vieler Reben sorgt für einen fein balancierten Weißwein mit wenig Säure. Die einzelnen Trauben werden getrennt vergoren und erst dann cuviert.

Der fruchtige Bianco duftet nach Birne und Pfirsich, auch Melone und Limette kann man schmecken. Der leichte Wein begleitet das Risotto sehr passend, keine dominante Säure stört das harmonische Gesamtbild des Essen mit vielen feinen Aromen vom Risotto. Direkt in Italien bekommt man die Flasche für günstige 6 Euro, ein wirkliches Schnäppchen. Natürlich hat der Wein nicht das Volumen einiger sehr hochwertiger Gewächse, aber kommt sehr rund und fein ausbalanciert daher. Ein sehr feines Getränk bei dem die Frucht vor der Säure kommt, sehr passend zum Essen!

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