Steinpilzbruschetta mit weißem Portwein und Hähnchenkeule auf dem Scheiterhaufen

Steinpilzbruschetta

Noch gibts ein paar Schwammerl im Wald, damit kann man eine schön saftige Bruschetta zubereiten.

Steinpilzbruschetta

Im Gegensatz zur klassischen Bruschetta interpretieren wir die Vorspeise rustikal und nehmen Schwarzbrot, je würziger umso besser. Am Besten klassisches Bauernbrot oder dunkles Roggenbrot. Das wird in der Pfanne ohne Öl knusprig gebräunt oder auch kurz getoastet.

Die Steinpilze werden einfach nur in Butter angebraten und leicht mit Salz und Pfeffer gewürzt. Das wars schon, die Pilze auf dem gerösteten Brot anrichten und fertig.

Diese Vorspeise schmeckt trotz des kräftigen Brotes sehr leicht, das feine süßliche Aroma der Steinpilze verträgt keine starken Gegenspieler. Daher trinken wir dazu weißen Portwein.

Weißer Portwein schmeckt mild bis likörartig und wird in der Regel mindestens 3 Jahre gelagert bevor er getrunken wird. Der weiße Port ist zähflüssiger als der klassische Rote und verfügt über eine sehr aromatische Süße ohne zu kräftig zu sein. Den kann man guten Gewissens zu Steinpilzbruschetta trinken.

Leider gibts keine allzu große Auswahl an weißem Portwein im Einzelhandel, aber wer ihn einmal versucht hat wird immer wieder danach suchen. In der Regel liegt die Flasche zwischen 10 und 25 Euro.

Hähnchenkeule auf dem Scheiterhaufen

Haehnchenkeule

 

Die Hähnchenkeule wird mit einer Marinade aus würzigem Rapsöl, Paprika (süß, scharf und geräuchert), Chili, Salz, Pfeffer, Kurkuma, Kreuzkümmel und Honig eingestrichen, dann für ne dreiviertel Stunde ab in den Ofen.

Nun die Bratkartoffel zubereiten, dazu die Kartoffel schälen und in Scheiben schneiden. In Sonnenblumenöl zuerst bei geschlossenem Deckel durchgaren und dann mit Zwiebelringen scharf anbraten bis sie knusprig sind. Mit Salz und Pfeffer würzen, wer möchte auch etwas Rosmarin.

Das Hähnchen mit Bratkartoffel ist recht würzig, die Marinade auch ein wenig süß. Das Süße nehmen wir im Gemüse wieder mit auf und braten Karotten und Zucchini in Olivenöl an. Gewürzt wird mit Estragon und Honig, eine süße Beilage zum scharf-würzigen Hähnchen.

Zu diesem geschmacksintensiven Gericht sollte man einen kräftigen Rotwein trinken, der die scharfen würzigen und süßen Aromen ausbalancieren kann. Zum Beispiel den nach Zimt und Nelken duftenden Primitivo aus Apulien.

 

Primitivo

 

Primitivo steht nicht für vermeintlich einfachen Wein, sondern man versteht darunter die italienische Bezeichnung der Rebsorte Zinfandel.

Der tiefrote Primitivo von Ampelo aus der Nähe von Puglia im Süden Italiens duftet charakteristisch nach reifen Beeren und Kirschen mit einer würzigen Note. Geschmacklich dominieren ganz typisch Zimt und Nelken, gepaart mit Kräutern und Lorbeer.

Ein sehr passender Wein zu diesem Hauptgang, der im Handel für knapp unter 10 Euro zu haben ist.

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