Saure Suppe vom Rind

Saure Suppe ist ein Gericht aus meiner Kindheit, das weckt Erinnerungen an vergangene Zeiten. Ein perfektes Gericht für die bald kommenden Herst- und Wintertage, das wärmt von innen. Das Rezept findet sich in kaum einem Kochbuch, nach einigen Versuchen habe ich es aber fast hinbekommen wie früher.

Zuerst bereitet man die Beize zu. Dazu werden Karotten und Sellerie dünn geschnitten, Zwiebel und Knoblauch sowie Petersilie mit verschiedenen Gewürzen (Lorbeer, Wachholder, Piment und Pfefferkörner) mit Essig in Wasser gekocht.

Man sollte in etwa so viel Essig nehmen wie man später in der Suppe schmecken möchte, und noch einen guten Schuss mehr. Die Beize wird aufgekocht und erkaltet, um das Rindfleisch darin einzulegen.

Dann ein gutes Stück Rindfleisch, z.B. Tafelspitz, in der Beize marinieren und in einer Schüssel 3-5 Tage gekühlt liegen lassen.

Nun wird der Tafelspitz aus der Beize genommen und zusammen mit frischem Gemüse (Karotten, Sellerie) und Gewürzen wie Wachholder, Piment, Pfeffer, Kümmel, Sternanis und Kardamom in der Beize kalt aufgesetzt und sollte mindestens 2-3 Stunden langsam vor sich hinsimmern. Nicht zu lange, sonst zerfällt das Fleisch – aber lieber etwas weniger Temperatur und mehr Zeit einplanen.

Wenn die Beize zu sauer ist kann man auch gut mit Wasser verdünnen.

Zum Ende der Garzeit werden Gemüse und Gewürze abgeseiht und das Fleisch zur Seite gestellt. Nun macht man eine eine helle Mehlschwitze. Diese wird mit der Beize aufgegossen, das gibt die saure Suppe.

Die Suppe kocht man kurz auf, damit die kalte Beize auf Garpunkt kommt und gibt dann das Fleisch dazu, das man vorher in kräftige Scheiben schneidet. Fertig! Das Fleisch kann bis zum Servieren in der angedickten Beize ziehen.

Nun hat man noch Zeit, die Beilage zuzubereiten, am Besten passen Semmelknödel. Neben dem Rezept in dem Link kann man zu der Knödelmasse auch klein geschnittene Petersilie geben, das passt ausgezeichnet. Dann einfach eine Scheibe Fleisch mit Knödel in einen tiefen Teller geben und mit Suppe übergießen.

Optisch macht der Teller vielleicht nicht so viel her, aber geschmacklich ein echter Gaumenschmaus. Dauert zwar ein wenig, kann aber hervorragend vorbereitet und aufgewärmt werden.

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