Sauerkraut selbst gemacht

Im Spätsommer wird frisches Weißkraut geerntet – damit kann man Sauerkraut auch super selbst machen.

Sauerkraut

Es gibt verschiedene Möglichkeiten wie man das Kraut schlussendlich lagert, im Einweckglas, im Tontopf, im Holzzuber etc. Hauptsache der Kohl wird durch Milchsäuregärung konserviert, also Gärung unter Ausschluss von Sauerstoff, aber dazu später mehr.

Als erstes muss man den Krautkopf schneiden, mit einem feinen Gemüsehobel oder einem speziellen Krauthobel. Je feiner umso besser. Dann das Kraut ordentlich stampfen – z.B. in einer großen Schüssel mit einem Kartoffelstampfer aus Holz. Es muss viel Saft austreten, dann wird das Kraut weich und beginnt zu gären.

Bei der Gärung ist wichtig, dass kein Sauerstoff an das Kraut kommt, daher sollte es fast ganz von Flüssigkeit umschlossen und luftdicht eingemacht sein. Wenn der austretende Saft nicht reicht kann man auch Salzwasser nachschütten. Wenn das Kraut unter Sauerstoff liegt beginnt es zu faulen, daher wecken wir es ein.

Nachdem also der Krautkopf fein geschnitten und ausgedrückt ist, geben wir Gewürze dazu. Gut salzen, Wacholder, Pfeffer und Kümmel hinzufügen, Dill würde auch passen. Das Kraut ein wenig ruhen lassen und in Weckgläser füllen, die vorher mit kochendem Wasser ausgespült wurden. Die Gläser dann einigermaßen kühl lagern, in der Speisekammer oder Keller reicht. Es soll nur knapp unter Zimmertemperatur reifen.

Nach 4 Wochen kann man das Sauerkraut essen, es darf aber gern noch länger reifen. Ich habs mal 3 Monate liegen gelassen, war noch besser als anfangs. Wenn man es kocht sollte man ein bisschen Zeit haben. Je nachdem wie dick oder dünn der Kohl geschnitten wurde braucht es länger bis es weich wird.

Wenn das Kraut noch langweilig schmeckt kann man Wein oder Essig dazugeben, oder die Gewürze die schon zum Einwecken dabei waren. Auch eine Prise Zucker schadet nicht. Wer’s ganz dekadent mag der kocht Champagnerkraut.

Das Kraut schmeckt milder als welches aus der Dose. Sieht vielleicht nicht ganz so schön aus, da es dunkler wird, aber der Geschmack ist einfach natürlicher. Ideal zu Kassler oder allen möglichen Würsten. Wir haben im Oktober eingemacht und es gibt das Sauerkraut traditionell zu geräucherten Bratwürsten an Heiligabend. Jaja, noch scheint die Sonne, aber kommt am Ende nicht dass es an Weihnachten noch nicht fertig ist 😉

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