Putenkeule in Weißweinsauce mit Rosenkohlblättern und Kartoffelknödel

Aus Pute kann man nicht nur Schnitzel oder Brust schneiden, die Putenkeule gibt einen sehr leckeren Braten. Die Putenkeule bekommt man meistens mit Knochen, man kann den Knochen auslösen und die Keule schön füllen. Oder am Stück auf Gemüse braten, das hab ich diesmal gemacht.

Putenkeule in Weißweinsauce

Als erstes bereitet man die Grundlage für die Weißweinsauce vor. Dafür Petersilienwurzel, Karotten und Stangensellerie sehr klein würfeln. In einer Kasserolle Puderzucker schmelzen und das Gemüse karamellisieren. Mit Weißwein aufgießen und auf die Hälfte bis ein Viertel einreduzieren lassen. Die Reduzierung sollte schon eine ganz leicht sirupartige Konsistenz haben.

Während die Saucengrundlage einkocht würfelt man wieder Petersilienwurzel, Karotten, Stangensellerie und Zwiebel, diesmal 1-2 cm groß. Dann würzt man die Putenkeule mit Salz, Pfeffer und Paprika und brät Keule und Gemüse zusammen an. Wenn das Gemüse Farbe genommen hat mit Gemüsebrühe ablöschen, die Weißweinsauce dazugeben und die Reine in den Ofen schieben.

Die Kartoffelknödel muss ich zugeben habe ich nicht selbst gemacht, ich war faul und habe eine Packung aus dem Kühlregal benutzt. Gerade hier gibts aber große Unterschiede, eine Mischung aus rohen und gekochten Kartoffeln und ohne Zusätze sollte es sein.

Als weitere Beilage gibts Rosenkohl. Den bekommt man im Moment frisch zu kaufen, das sollte man ausnutzen und Rosenkohlblätter zubereiten, nicht die ganzen Röschen. Die Blätter vom Strunk lösen und kurz in Salzwasser blanchieren, dann ein Butter oder ausgelassenem Speck in der Pfanne wenden. Rosenkohlblätter machen zwar einiges an Arbeit, aber die lohnt sich. Schmeckt um einiges frischer und knackiger als ganze Röschen, da sie nur ganz kurz in heißem Wasser blanchiert werden.

Zwischenzeitlich ist die Putenkeule wohl auch fertig und die Haut knusprig. Die Sauce dann durch ein Sieb streichen und fertig. Die Weißweinsauce mit dem karamellisierten Wurzelgemüse gibt einen tollen süß-würzigen Touch, das nehmen wir im Wein wieder auf. Der sollte schon etwas kräftiger sein, aber nicht zu herb. Die Qual der Wahl fällt diesmal auf einen Primitivo Doppio Passo aus Salento.

 

Primitivo Doppio Passo

Der rote Tropfen kommt aus Süditalien, genauer aus Apulien. Die Rebsorte Primitivo (oder Zinfandel) schmeckt häufig kräftig und würzig nach Zimt und schwarzem Pfeffer. Doppio Passo bedeutet dass der Rotwein nach der ersten Gärung ein zweites Mal auf die gepressten Trauben und Schalen gegeben wird. Das resultiert in mehr Süße, Aroma und kräftigerer Farbe.

In der Nase erkennt man herbe Grapefruitaromen, im Geschmack Pflaumen, dunkle Beeren und Trauben. Der Abgang ist mit leichten Holzaromen aber wenig Gerbsäure. Ein sehr kräftiger und trotzdem fruchtiger Roter, wenig Säure und viel Würze und Geschmacksdichte. Diesen Wein bekommt man im Supermarkt für um die 7 Euro, ein echtes Schnäppchen finde ich.

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