Lachspflanzerl mit Spinat und Pommes

Heute gibts eine sehr leckere Variante von Fischpflanzerl, die ich im Frühsommer schon mal gemacht hatte. Nachdem keine Angelsaison ist habe ich sie diesmal mit Lachs gemacht, mangels einheimischen Fisches. Fischpflanzerl sind toll wenn man kleine Kinder hat, die essen oft Fisch im Ganzen nicht, und man braucht sich auch nicht um Gräten zu sorgen. Als Beilagen gibts selbst gemachte Pommes und Spinat. Ok, letzteren haben meine Frau und ich alleine gegessen. Vielleicht wird das besser wenn sie Popeye Fans werden!

Lachspflanzerl

Das wichtigste ist der Fisch, ich habe 2/3 Lachs und 1/3 Seelachs verwendet. Der Seelachs gibt schön salziges Aroma mit, das passt gut zusammen. Die Fischfilets von Haut und etwaigen Gräten befreien und durch den Fleischwolf drehen. Beim Seelachs kann man die Gräten aus der Mitte des Filets ausschneiden, sie einzeln mit der Pinzette zu zupfen verschwendet zwar weniger Fisch, aber ist recht mühsam. Wenn man einen halben Zentimeter aus der Mitte der Filet schneidet erwischt man alle Gräten und erspart sich die mühsame Arbeit. Isst man die Filets ganz ist das herausschneiden optisch nicht so schön, aber für Pflanzerl ist es ja egal. Auf der feinen Stufe des Fleischwolfs werden etwaige doch noch übersehene Gräten einfach zerkleinert, ich lasse die Masse sicherheitshalber immer zwei mal durch. Am Ende eine in Milch eingeweichte Semmel durchdrehen, dann bekommt man die letzten Reste des Fischs aus dem Fleischwolf und die Pflanzerl werden saftig und binden gut zusammen. Ich habe noch eine gekochte Karotte mit dazugegeben, das macht die Pflanzerl etwas leichter und außerdem ists gesund. Man sieht die orangen Stückchen später noch.

Die Masse wird dann mit Salz, Pfeffer und Dill gewürzt. Vorsicht mit den Gewürzen, damit man vom feinen Aroma des Lachs noch etwas schmeckt. Wem es zu fad schmeckt der kann noch Sardellen oder Fischsauce verwenden. Die Masse mit Ei vermengen und ggf. etwas Mehl zugeben wenn es nicht gut bindet. Dann nach Belieben Pflänzchen formen und in einer beschichteten Pfanne in Öl ausbacken. Ich mag die Pflanzerl gerne etwas dünner, so 1,5 – 2 cm, dann backen sie innen gar ohne außen zu dunkel zu werden.

Als Beilage gibts selbst gemachte Pommes, wie man die zubereitet findet ihr hier oder hier. Die werden zwar nicht ganz so knackig wie doppelt frittierte oder gekaufte, aber schmecken viel mehr nach Kartoffeln und sind außerdem deutlich gesünder. Und leicht zubereitet.

Damit es ein gesundes Essen bleibt gibts noch Spinat dazu. Der passt übrigens ausgezeichnet zu allem möglichen Fisch! Frischen Spinat klein schneiden und in Öl anschwitzen. Mit einem Schuss Gemüsebrühe ablöschen und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Dann ein wenig köcheln lassen, und zum Servieren die Flüssigkeit etwas ausdrücken. Wenn man saisonal keinen frischen Spinat bekommt geht auch tiefgekühlter. Aber dann bitte nur einfachen Spinat, nicht den fertigen Blubb mit Sahne und Chemie. Ich finde tief gefrorene Spinatblätter schmecken kaum anders als frische. Und die Tiefkühlware gibt es das ganze Jahr über. Sicher ist frisch geernteter gesünder und schmackhafter, aber bevor man Spinat kauft der bereits seit einer Woche im Päckchen quer durch die Republik gekarrt wird nimmt man besser erntefrisch tiefgefrorenen. Sollte man denn richtig frischen Spinat nehmen muss man sehr  auf die Menge achten. Eine Schüssel frischer Spinat wird ja noch geputzt und von harten Stielen befreit, außerdem fallen die Blätter sehr stark zusammen beim Garen. Also nicht verschätzen beim Einkaufen, sonst hat man am Ende nur ein Häufchen übrig!

Zum Fisch sagt man ja passt am Besten Weißwein. Zu den gebratenen Fischpflanzerl mit Pommes und Spinat kann man aber auch gut einen fruchtigen Roten trinken, die Brataromen und er kräftige Spinat vertragen etwas mehr Wein als bei einem gedünsteten Fischfilet. Zum Beispiel den 2012er Valpolicella Ripasso von Duca del Frassino.

Riapsso

Der Rotwein aus den Trauben Corvina, Molinara und Rondinella hat ein intensiv blumiges Aroma, man erkennt Noten von Lakritz. Es ist trotzdem ein eher leichter Wein, kein zu kräftiger Körper und kaum Tannine. Deutliche fruchtige Noten bei sehr moderater Säure runden den Wein ab, ein überaschend leichter Tropfen für einen Ripasso.

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