Kürbisnockerl mit Rahmschwammerl und mariniertem Gemüse

Kuerbisgnocchi

Im Spätsommer ist Kürbiszeit. Eine leckere Möglichkeit zur Verwertung sind Kürbisnockerl, die recht vielseitig verwendbar sind – als Hauptspeise mit Sauce, als Vorspeise (dann etwas kleiner machen) oder als Suppeneinlage.

Vom Kürbis zuerst Innenleben und Schale entsorgen, in Stücke schneiden und weich garen. Z.B. im Backofen. Kartoffeln (halb so viel wie Kürbis) auch weichkochen, und beides noch warm zusammen stampfen. Die Masse dann zusammen mit Butter, Mehl und Ei zu einem lockeren Teig verarbeiten. Ein wenig Öl kann man auch dazugeben, dann abschmecken mit Salz, Pfeffer, Paprika, Muskat oder Majoran. Mit 2 Löffeln kann man daraus schöne Nockerl formen, diese dann in kochendem Salzwasser garen bis sie aufsteigen und noch ein paar Minuten länger.

Ich mache immer Nockerl von einem ganzen Kürbis, das reicht locker für mehrere Portionen. Wenn welche übrig bleiben kann man die auch ein paar Tage im Kühlschrank aufheben. Zum Aufwärmen dann einfach mit Butter anbraten.

Als Beilage zu den Kürbisnockerl haben wir Rahmschwammerl und Gemüse gemacht.

Die Pilze sind z.B. Champignons, die mit Zwiebel angebraten und mit Sahne und Milch aufgegossen werden. Sahne oder Milch pur ist auch möglich, Sahne aber zu schwer und Milch zu leicht finde ich. Ein bisschen Salz und Pfeffer und fertig. Nicht zu viel würzen, damit man die Champignons noch schmeckt.

Als kleine Ergänzung gibts mariniertes Gemüse. Die Nockerl mit Rahmschwammerl sind keine Schonkost, dazu sollte noch eine leichte Beilage gemacht werden. Einen Kopf Romanesco in Wasser schön bissfest garen und mindestens eine Stunde in Essig und Öl marinieren. Wir haben außerdem noch Tomaten und Paprika aus dem Garten, die legen wir mit dem Romanesco ein. Am Schluss noch Pfeffer und grobes Meersalz darüberstreuen und fertig.

Kürbisnockerl mit leichten Rahmschwammerl und das eingelegte Gemüse schmecken sehr fein, aber nicht zu dominant. Der Wein sollte das eher unterstreichen. Wir trinken dazu einen Rioja Joven, einen jungen Rioja.

Junger Rioja heißt, dass der eigentlich kräftige Rote nur kurz oder gar nicht (wie in unserem Fall) im Eichenfass ausgebaut wurde. Es entsteht oft ein trinkfreudiger Wein mit deutlich weniger Säure und Schwere. Der Rioja Joven der Bodegas Santamaria Lopez riecht nach Sauerkirsch, fast wie Schwarzwälder Kirschtorte. Der Geschmack ist relativ mild und erinnert an dunkle Früchte und Beeren. Ein unkomplizierter Alltagswein der perfekt zu diesem Gericht passt.

Rioja tinto joven

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