Kedgeree – englische Räucherfischpfanne

Kürzlich habe ich ein interessantes Gericht entdeckt, den Kedgeree. Das ist eine Reispfanne mit Räucherfisch und hart gekochten Eiern. Klingt erstmal seltsam, das Gericht kommt aus der englisch-indischen Küche, in der Kolonialzeit wurde es meistens als Frühstück verzehrt. Dass das englische Frühstück eher reichhaltig ist, ist ja weithin bekannt. Aber das Kedgeree hat mich dann doch zum ausprobieren inspiriert, wenn auch nicht als Frühstück. Wobei, als Katerfrühstück könnte ich mir das schon vorstellen…

Kedgeree

Wie funktioniert das nun? Zuerst wird der Räucherfisch in Milch gegart. Im Original verwendet man kalt geräucherten Weißfisch (Schellfisch). Nachdem der nicht immer zu bekommen ist habe ich klassischen Räucherlachs und Buttermarkrele genommen.

Damit der Rauchgeschmack nicht zu sehr dominiert erwärmt man den Fisch dann in Milch, zusammen mit  Zwiebel, Fenchel, Lorbeer und Knoblauch. Nicht kochen, nur bei geringer Hitze erwärmen. Bei kalt geräuchertem Fisch gart dieser außerdem.

Fisch in Milch

Währendessen kocht man den Reis in Wasser. Am Besten nimmt man Naturreis, nicht das vorgegarte Päckchen. Man nimmt etwas weniger Wasser als benötigt und gibt gegen Ende noch einige Schöpfer der Milch hinzu, die man zum Garen des Fisches verwendet hat. Die Eier kann man auch in der Zwischenzeit hart kochen.

Nun gehts parallel an die Gemüsepfanne, dazu wird erstmal Zwiebel in Öl glasig gedünstet. Währenddessen kann man auch die Erbsen weich kochen. Wenn die Zwiebeln glasig sind gibt man Currypulver darüber und erwärmt auf kleiner Flamme ein paar Minuten. Ein bischen Kurkuma gibt noch mehr gelbe Farbe, das sieht gut aus. In einer zweiten Pfanne schwitzt man klein geschnittene Paprika an. Die zweite Pfanne deswegen, damit das Gemüse seine Farbe behält und nicht gleich gelb vom Curry wird.

Während die Paprika bissfest garen nimmt man den Fisch und zerpflückt ihn in mundgerechte Stücke. Die Fischstücke sowie die nun weiche gekochten Erbsen und Paprika werden unter den Reis gemischt. Am Ende legt man die Eier oben drauf und bestreut mit frischem Koriander.

Zu der kräftigen Reispfanne sollte es ein sehr würziger Tropfen sein. Ich habe mich für den Pro Hom des spanischen Weinguts Cellar Coma d’en Bonet entschieden.

Prohom Tinto

Der Cuveé aus Cabernet Sauvignon, Grenache und Syrah aus Katalonien schmeckt intensiv würzig, nach Kirsche und Pflaume. Man erkennnt eine leichte Säure von Sauerkirschen und feine Röstaromen.

Eine sehr gelungene Ergänzung zum intensiven Räucherfisch und kräftigen Curry. Bin gespannt wie das Ganze stilecht zum Frühstück schmeckt 😉

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