Grillen wie im Saarland – Steaks a la Schwenker

Deutschland ist nicht das Land der Dichter und Denker, sondern das Land der Griller und Schwenker. Auch wenn ich nicht aus dem Saarland komme hat mich der Schwenker schon lange fasziniert. Darauf grillt man neben Bratwürsten hauptsächlich Schwenkbraten, dicker eingelegter Schweinenacken der dann lange über der Flamme eben geschwenkt wird.

Da ich keinen Schwenker habe, versuchte ich das Ganze auf einem normalen Holzkohlegrill zu machen. Daher nehme ich keinen dicken Schweinenacken, sondern etwas dünneres ausgelöstes Kotelett, das ist perfekt zum kurz Grillen. Was aber das Einlegen ausmacht braucht es etwas mehr Zeit, der Schwenkbraten wird mindestens 24h eingelegt.

Man schneidet Zwiebel in Ringe und Knoblauch in dünne Scheiben. Weiterhin braucht man noch getrocknete Gewürze, genauer gesagt Oregano, Thymian, Lorbeerblätter, Nelken, Wachholderbeeren und Piment. Die Gewürze in einem Mörser klein malen und mit Salz und Pfeffer vermischen.

Dann wird das Fleisch schichtweise eingelegt. Das Fleisch von beiden Seiten mit den Gewürzen bestreuen und mit Zwiebeln einlegen. Am Ende noch einen ganz kleinen Schuss Rotwein und Olivenöl darüber und ruhen lassen. Idealerweise schweißt man ein paar Scheiben mit dem Vakuumiergerät ein, aber man kann auch Tupperschüsseln benutzen. Dann sollte man aber mehrmals schütteln oder umdrehen, damit das Fleisch gleichmäßig Kontakt zur Flüssigkeit hat.

Nach mindestens 24 Stunden, gerne auch mehr, streift man Zwiebeln und Gewürz ein klein wenig ab und legt das Fleisch auf den Grill. Wenn man sich die Arbeit mal gemacht hat, versteht man wieso der Schwenkbraten so beliebt ist. Das Einlegen verleiht dem Schwein eine herrlich würzige Note, und der Rotwein und die Zwiebeln machen das Fleisch wunderbar mürbe und zart.

Dazu passt am Besten ein würziges Bier, wie das Weltenburger Kloster Pils. Da ich in Weltenburg aufgewachsen bin kenne ich die Bierpalette zu Genüge, das Pils der Klosterbrauerei schmeckt frisch und feinherb mit würziger Hopfennote. Es darf schon ein etwas herbes Getränk sein, denn das Grillfleisch schmeckt selbst sehr würzig. Zusammen eine Kombination zum Reinlegen!

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