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Tartelettes aus Mürbteig mit Nougat- und Vanillecreme und Früchten gefüllt

Nach langer Zeit gibts diesmal wieder eine Nachspeise. Kürzlich waren wir zum Essen bei Freunden eingeladen und brachten Nachspeise mit. Ich habe Mürbteig Törtchen ausprobiert, die kann man je nach Geschmack verschieden füllen und schön vorbereiten.

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Als erstes macht man die Tartelette Formen aus Mürbteig, dazu 3:2:1 – 300g Mehl, 200g kalte Butter und 100g Puderzucker mit einem Ei und etwas Salz verkneten und kalt stellen.

Wenn der Teig eine Stunde fest geworden ist dünn ausrollen, runde Kreise ausstechen und in Muffinförmchen geben. Den Teig dann bei 180 Grad in den Ofen geben bis er goldbraun ist. Je nachdem wie dick der Teig ist 7-15 Minuten. Am schönsten werden die Törtchen wenn der Teig nur 1-2 mm dick ist, wenn er zu dick ist fallen die Törtchen im Ofen leicht zusammen.

Die Füllung besteht aus Nougatcreme und Vanillepudding. Für die Nougatcreme schmilzt man Nougat und Kouvertüre im Wasserbad. Zu 250g Schokoladenmasse braucht man 200ml Rahm der aufgekocht und abgekühlt wird und 50g weiche Butter, die schaumig geschlagen wird. Alle Zutaten werden, wenn sie Zimmertemperatur haben, miteinandern vermischt. Die fertige Schokocreme dann in die Förmchen füllen, verzieren und erkalten lassen.

Für die weißen Törtchen habe ich einfach Vanillepudding gemacht und den in die Tartelettes eingefüllt. Solange die Nougatcreme und der Vanillepudding noch nicht ganz fest sind, legt man obenauf noch Früchte drauf, oder was man eben gerne mag. Zur Nougatcreme passt gut eine Haselnuss, Mandeln oder Himbeeren. Auf Vanillepudding zum Beispiel Pistazien oder Blaubeeren.

Die Törtchen kann man gut als Fingerfood servieren, sie lassen sich außerdem auch gut vorbereiten. Das Backen und Füllen macht schon ein wenig Arbeit, aber man kann die Törtchen schön nebenbei servieren und den ganzen Abend weiteressen. Gefährlich 😉

Schaurig leckeres Halloween Menü

An Halloween darf das Essen etwas grusliger ausfallen, aber natürlich nicht minder lecker! Ich habe ein furchteinflößendes Menü zusammengestellt:

Speisekarte

Eitrige Suppe

Eitrige Suppe, wie lecker das schon klingt! Wie sie aussieht kann man sich ja denken, die Suppe ist eine Kürbissuppe, der mit etwas Kokosmilch zu einer schönen Farbe nachgeholfen wird. Leider existieren dazu keine Fotos.

Jedenfalls braucht man erstmal einen Kürbis. Der wird klein geschnitten und in Wasser gekocht. Nachdem die Stücke etwas weich geworden sind werden sie mit dem Kochwasser püriert. Nicht zu lange köcheln, sonst verkocht das Aroma!

Den pürierten Kürbis dann mit Kokosmilch, Salz, Pfeffer und Currypulver abschmecken, fertig ist die eitrige Suppe!

Abgehackte Finger

Oh wie schrecklich, abgehackte Finger!

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Die Finger sind Wiener Würstchen mit einer geschnitzten Fingerkuppe am Ende. Statt Senf gibts die – farblich blutig passend – mit Ketchup. Und so ein kleiners Hackebeilchen eignet sich immer schön als Deko!

Abgehackter Fuß in Blut

Ja, nicht nur die Finger kamen uns abhanden, auch ein Fuß. Gottseidank ist es nur Hackbraten in Form eines Fußes, könnte man fast verwechseln 😉

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Hackbraten besteht hauptsächlich aus Hackfleisch und eingeweichten Brötchen. Das Hackfleisch kann Rind und Schwein gemischt sein, ich nehme gern 3:1. Die Brötchen werden in Milch eingeweicht, das macht das Hack lockerer. Man kann auch Semmelbrösel nehmen, aber so wird es saftiger finde ich. Dann mit Ei verkneten und gegebenenfalls mit Mehl nachhelfen damit die Masse trocken und formbar wird.

Würzen kann man je nach Geschmack, man nimmt oft zu wenig Würze für den Hackbraten finde ich. Es passen Salz, Pfeffer, Paprika, Kapern, Senf, Worcestershiresauce, Majoran und viele mehr. Den Braten formt man dann in Form eines Fußes und bäckt ihn im Ofen. Gegen Ende kann man noch eine Stange Lauch als Knochen reinstecken, macht sich auch gut!

Draculas Brust samt Herz

Der Hauptgang ist ein Festmahl, Brust und Herz des Grafen Dracula persönlich!

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Draculas Brust sind kurze Schweinerippchen ganz klassisch gebraten, das Herz eine kurz mitbegratene Paprika.

Die Rippchen werden mit Salz, Pfeffer, Paprika und Kümmel gewürzt und im Ofen gebraten. Am Besten auf einem Gitter in der Mitte der Bratröhre – und am Besten wirds im Holzofen! Man kann auch eine Sauce dazumachen, dann stellt man eine Reine mit Wurzelgemüse darunter, fängt das herabtropfende Fett auf und löscht mit Wasser oder Bier ab.

Kurz vor Ende des Bratvorgangs legen wir noch eine Paprika mit in die Röhre, Dracula war ja kein herzloser Mensch!

Schimmliges Brot

Zu den kräftigen Fleischgerichten brauchts auch eine passende Beilage, ich habe im Keller noch uraltes verschimmeltes Brot gefunden.

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Wer kein altes Brot im Keller hat der kann auch einfach Weißbrotscheiben mit Liebstöckelpulver und Stärke verzieren, sieht aus wie echt! Man kann auch Lebensmittelfarbe nehmen, die gibts sogar in Blau.

Frische Taranteln

Als Nachspeise zu diesem opulenten Gruselmahl gibts frische Taranteln!

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Die Taranteln sind Schokomuffins mit Buttermilch und bestehen aus 2 Eiern, 100g Zucker, 80ml Öl, 300g Buttermilch, 200g Mehl, 3 EL Kakao und 3 TL Backpulver. Die feuchten Zutaten verquirlen und die trockenen vermischen und vorsichtig unterheben bis ein glatter Teig entsteht.

In Förmchen füllen und 20 Minuten bei 160 Grad backen. Wenn die Muffins fertig sind mit Kouvertüre glasieren und als Beine Colaschlangen sowie als Augen M&Ms ankleben. Wohl bekomms!

 

Der Getränketip kann nur lauten Blut, Blut, Blut! Am Besten passt ein süffiger Rotwein, soll ja ne längere Party werden – Skål!

Knödelduett – Rahmschwammerl mit Brezen-Schwarzbrotknödel gefolgt von Zwetschgenknödel auf Fruchtspiegel

Spätsommer ist Knödelzeit! Um diese Zeit gibts Schwammerl, die schmecken am Besten mit Rahmsoße und Knödel. Und nachdem die Zwetschgen reif sind hab ich als Nachspeise noch Zwetschgenknödel gemacht.

Heute hab ich 2 Kilo frische Steinpilze bekommen! Bruderherz war Pilze suchen und kann sie gar nicht mehr alle verarbeiten.

Steinpilze

Daraus hab ich gleich Rahmschwammerl mit Brezen-Schwarzbrotknödel gemacht.

Die meiste Arbeit ist das Putzen der Pilze. Keinesfalls waschen, nur mit dem Messer und einem Tuch putzen. Als erstes dann klein geschnittene Zwiebeln in Öl glasig dünsten und die in dünne Scheiben geschnittenen Pilze dazugeben. Auf mittlerer Stufe die meiste austretende Flüssigkeit verdampfen lassen und mit etwas Mehl einstauben. Nach kurzer Zeit mit Sahne aufgießen und mit Salz, Pfeffer und Essig abschmecken. Mit den Gewürzen vorsichtig umgehen, sonst schmeckt man von den Pilzen nicht mehr viel. Ein Schuss Essig gibt einen tollen Kontrast zur Sahne und eine sehr elegante Würze für das Pilzgericht!

Rahmschwammerl

Zu Rahmschwammerl passen einfach Knödel am Besten. Diesmal gibts keine Semmelknödel, sondern welche aus Brezen und Schwarzbrot. Das schmeckt würziger als mit normalen Semmeln und passt ausgezeichnet zur Rahmsoße. Man nimmt altbackene Brezen und Schwarzbrot und weicht sie in warmer Milch ein. Nach ca. einer halben Stunde kommen noch Eier dazu und alles wird mit glasigen Zwiebeln, Salz, Pfeffer und Muskat vermengt.  Die Knödelmasse sollte sich schön formen lassen, wenn es noch zu klebrig ist einfach Semmelbrösel oder Mehl zugeben.

Dann die Knödel formen und in siedendem Wasser garen bis sie aufsteigen. Knödel mit Rahmsoße anrichten und mit Petersilie bestreuen, das gibt noch den letzten Schliff!

Knödel können natürlich auch süß sein, wie die leckeren Zwetschgenknödel. Die sind zwar etwas aufwändig zu machen, aber es lohnt sich!

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Der Teig besteht hauptsächlich aus Kartoffeln. Die werden zuerst gekocht und dann heiß durch eine Kartoffelpresse gedrückt. Wenn die Kartoffeln nur noch lauwarm sind wird der Teig mit Ei, Mehl, Butter, Salz und etwas Zucker zubereitet.

Wenn der Teig trocken genug ist damit man ihn formen kann wird er dünn ausgerollt und in kleine Quadrate geschnitten, sodass je eine Zwetschge reinpasst. Aus dem Obst den Kern entfernen und etwas Zimt und Zucker hineingeben. Viele Rezepte sprechen von einem ganzen Zuckerwürfel, das finde ich ist zu viel. Ein Teelöffel reicht für 4-5 Knödel, aber das kann man ja ausprobieren wie es am besten schmeckt. Die Zwetschgen werden dann im Teil eingeschlagen und in siedendem Wasser gegart.

Nebenbei sollte man den Fruchtspiegel zubereiten. Als erstes wird Zucker in einem Topf karamellisiert. Dann klein geschnittenes Obst dazugeben, z.B. Erdbeeren, natürlich Zwetschgen oder auch Blaubeeren. Ein paar Minuten erhitzen und mit einem fruchtigen Rotwein ablöschen. Man kann auch Traubensaft nehmen wenn man es alkoholfrei haben möchte.

Die Zwetschgenknödel dann noch mit Zimt-Zucker bestreuen und fertig ist die leckere Nachspeise!

Zu Rahmschwammerl passt ein feiner Chardonnay wie der Franzose der Domaine Tariquet.

Chardonnay

Der Chardonnay duftet intensiv nach Traube, Limette und Quitte. Im Gaumen erkennt man deutliche Säure der Limette sowie eine feine fruchtige Süße. Es ist ein schön ausbalancierter Weißwein, der gut zu den Rahmschwammerl mit Essig passt. Der Essig gibt die Säure, die Sahne etwas Süße. Beides wird im Wein schön wiedergespiegelt.

 

Zutaten: Pilze, Zwiebeln, Rahm, Mehl, Petersilie, Essig, altbackene Brezen und Schwarzbrot, Milch, Eier, Semmelbrösel, Muskat, Kartoffeln, Mehl, Butter, Zwetschgen, Zimt, Beeren, roter Fruchtsaft oder Wein

Karfreitagsmenü mit Spargel, Orange, Dorade und Avocado-Sahne

Karfreitag ist ja traditionell fleischloses Essen angesagt. Nachdem auch die Spargelsaison gerade begonnen hat, machen wir drei Gänge in denen Spargel und Orangen die Hauptrolle spielen.

Es gibt als Vorspeise marinierten Spargel mit Orangenfilets, als Hauptgang Dorade mit gebratenem Spargel auf Fenchel-Orangensauce und als Dessert Orangenfilets an Avocadosahne.

Marinierter Spargel mit Orangenfilets

Der marinierte Spargel mit Orangenfilets ist ein herrlich leichter Auftakt zum Menü.

Vorspeise

Sehr einfach gemacht, braucht nur viel Zeit zum Marinieren. Den Spargel zuerst Schälen und dann mit einem Sparschäler in dünne Streifen schneiden. Die Schale nicht wegwerfen, daraus kann man eine leckere Spargelcremesuppe kochen.

Die Spargelstreifen dann in frisch gepresstem Orangensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer einlegen und gut durchmischen. Der Spargel sollte mindestens einige Stunden eingelegt werden, dabei ab und zu mal durchmischen. Je länger umso zarter wird der Spargel am Ende.

Kurz vor dem Servieren schneidet man noch einige Orangenfilets und richtet zusammen mit etwas Kresse an.

Die Vorspeise schmeckt sehr frisch und herzhaft-süß. Dazu passt geröstetes Brot.

Dorade mit gebratenem Spargel auf Fenchel-Orangen Sauce

Auch die Hauptspeise ist weder schwierig noch zeitaufwändig. Das Clou dabei ist die Fenchel-Orangen Sauce, die hab ich mir von Witzigmann abgeschaut.

Hauptgang

Dazu schneidet man Zwiebel, Knoblauch und Fenchel in kleine Würfel. Alle drei in Olivenöl anbraten bis sie weich werden. Einige Zweige Rosmarin dazugeben, den Saft einer Orange und dann mit einer Dose geschälten Tomaten ablöschen und einkochen. Dazu einige Zesten Orangenschale und Fenchelsamen mit in den Topf geben. Wenn die Sauce eine Weile geköchelt hat pürieren und warm stellen. Abschmecken sollte man die Sauce nur mit Salz und Pfeffer, die feinen Aromen von Tomate und Fenchel sollte man nicht überwürzen. Eckart Witzigmann serviert die Sauce nicht püriert zu Pasta, zum diesem Menü passt sie püriert allerdings besser finde ich.

Während die Sauce köchelt kann man schonmal den Reis kochen. Apropos Reis – ich bin ein Liebhaber von Reis der nicht vorgegart ist. Ich finde der hat deutlich mehr Aroma, auch wenn er ein paar Minuten länger kochen muss. Kürzlich wurde ich vom Online Shop Reishunger angeschrieben (www.reishunger.de), ob ich ein Probierpaket testen möchte und darüber schreiben würde.

Nun, wieso nicht. In dem Paket waren mehrere verschiedene Sorten und auch ein fertiges Risotto. Als Beilage für die Dorade habe ich den Basmatireis verwendet. Nach 20 Minuten kochen ist er fertig, auffallend sind die sehr langen Körner, bis zu 1cm lang. Der Reis ist schön locker und aromatisch, genauso wie er sein sollte. Ich kannte diesen Versand vorher nicht, kann gut sein dass ich dort öfters einkaufe! Es werden sehr viele Sorten angeboten, schaut doch mal vorbei und bildet Euch selbst ein Urteil.

Als Gemüsebeilage gibt es frischen gebratenen Spargel! Ich könnte mir auch grünen Spargel gut vorstellen, oder weiß und grün gemsicht. Man sucht einfach die dünnsten Stangen heraus, schält sie und brät sie langsam in Sonnenblumenöl an. Gegen Ende mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen und das wars schon! Wichtig dabei ist, die Stangen sorgfältig zu schälen und etwa gleich dicke Exemplare auszuwählen, sonst werden die dünnen zu weich beim Braten und die dickeren sind noch nicht durch.

Last but not least – der Fisch!

Die Dorade schneiden wir ein und würzen sie innen und außen mit Salz, Pfeffer und einigen Spritzern Olivenöl. In die seitlichen Schnitte steckt man Rosmarin, innen wird sie mit Zwiebel, Rosmarin und Orangenzesten gefüllt. Dann auf ein Backblech legen und ab in den Ofen!

Dorade

Auch durch den Hauptgang ziehen sich Orangen. Die Dorade wird herrlich aromatisiert und in Verbindung mit Zwiebel und Rosmarin gibt die Orange ein super Aroma. Der Spargel als leichte würzige Beilage harmoniert ausgezeichnet, und Witzigmanns Sauce ist schlichtweg eine Schau!

Die Nachspeise ist die Krönung des Menüs, meine Frau hat Orangenfilets an Avocadosahne gezaubert.

Orangenfilets an Avocadosahne

Auch für die Nachspeise verwenden wir Orangen, in der Kombination mit Avocadosahne – das zergeht richtig auf der Zunge. Die Kombination aus Orangen und Avocado klingt erstmal seltsam, passt aber ausgezeichnet zusammen!

Nachspeise

Dafür 3 unbehandelte Orangen (am besten natürlich Bio) mit einem Zestenreißer abschälen, Zesten beiseite stellen. Dann Kappen abschneiden und Orangen so schälen, dass nichts Weisses mehr dran ist. Mit einem scharfen Messer die Filets zwischen den weissen Trennwänden heraus schneiden, den Saft dabei auffangen. Die Orangenspalten in eine flache Schale geben und mit 2 EL Cointreau beträufeln, dann für etwa eine Stunde ab in den Kühlschrank.

Eine Avocado schälen, mit der Gabel zerdrücken und das Fruchtfleisch mit 2 EL Zitronensaft beträufeln. Einen Becher Sahne steif schlagen, 50 g Zucker und das Avocadopüree unterrühren. Ebenso in den Kühlschrank stellen. 50 g Zucker, 2 EL Cointreau und den aufgefangenen Orangensaft mit der Hälfte der Zesten zu einem Sirup einkochen. Vorsicht, geht schneller als gedacht.

Die Orangenfilets und die Avocadosahne anrichten und den Sirup darüber träufeln. Zur Zierde noch Pistazien und Orangenzesten darüberstreuen und sich dann schmecken lassen!

Grüner Veltliner

Zu diesem Menü mit Spargel, Fisch und Orangen passt ein kräftig-fruchtiger Weißwein wie der Rosshimmel Grüne Veltliner aus dem Kremstal.

Veltliner

Die Familie Zimmermann betreibt das Weingut seit mittlerweile vier Generationen. Getreu nach dem Motto „Von der Rebe bis zum Glas im Einklang mit der Natur“  arbeitet der Betrieb seit 1904 naturbelassen. Die über 40-jährigen Weinstöcke ergeben eine satten und vollen Weißwein. In der Nase frische Kräuter und mit weißgoldener Farbe.

Der Veltliner glänzt mit Würze, Frucht und Frische, ein weißer Trinkgenuss. Ganz leichte Zitrusfrüchte machen die Säure aus, kombiniert mit viel süßen Fruchtanklängen.

Zur frischen und fruchtigen Kombination aus Orangen, Spargel und Fisch passt ein Veltliner perfekt. Er nimmt die Süße wieder auf, unterstreicht mit einer feinen Säure und glänzt durch einen charaktervollen Abgang. Für knapp 15 Euro bekommt man dabei einen ausgezeichneten Weißwein der 2012 und 2013 mit einigen Preisen ausgezeichnet wurde.

Gastbeitrag: Karamell-Macadamia Streifen

Nachdem mein Mann diesen Blog fleißig mit Hauptspeisen aller Art bestückt, jedoch Süßspeisen komplett außer Acht lässt, muss ich mich als seine bessere Hälfte doch mal darum kümmern. Somit kommt hier die erste – und hoffentlich nicht letzte – Nachspeise: Karamell-Macadamia-Streifen. IMGP5655 Dieses Dessert besteht aus drei Teilen: ein Schoko-Boden, darauf kommt eine Karamellcreme und oben drauf eine Schicht aus Schokolade. Himmlisch lecker, allerdings eine Kalorienbombe. Aber das lassen wir mal beiseite. Für den Boden werden 125 g Butter zerlassen und dann mit 150 g Mehl, 2 EL Kakaopulver, 70 g braunem Zucker und einer guten Prise feinem Meersalz verknetet. Den Teig dann auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech oder Auflaufform (Achtung: Menge ist für eine Form der Größe 20 x 30 cm ausgelegt) verteilen, mit einer Gabel mehrmals einstechen und im Kühlschrank eine halbe Stunde kaltstellen. Dann im vorgeheizten Backofen bei 180 ° etwa 20 Minuten backen, Auflaufformen ca. 5 Minuten länger. Danach aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Für die Karamellcreme 100 g gesalzene Macadamianüsse grob hacken. 125 g Butter, 2 Dosen Kondensmilch und 170 g Karamellsirup in einem Topf unter ständigem Rühren aufkochen. Der Topf sollte nicht zu niedrig sein, die Masse steigt ganz schön auf wenn sie kocht. Mindestens 10 Minuten (mein Werk brauchte 18 Minuten) unter ständigem Rühren kochen lassen, bis die Masse goldbraun-dicklich wird. Sie soll eine Konsistenz etwa wie Pudding bekommen. Als Test kann man etwas Karamell auf einen Unterteller geben und kurz in den Kühlschrank stellen. Wird die Masse fest dann die Nüsse unter den Karamell rühren und zügig auf dem Schoko-Boden verstreichen. Danach abkühlen lassen und über Nacht abgedeckt kalt stellen. Ansonsten weiterkochen und weiterrühren bis die Masse die beschriebene Konsistenz aufweist. Für die Schoko-Schicht 200 g dunkle Kuvertüre grob hacken und im Wasserbad schmelzen. Bitte aufpassen, es sollte eine gute Kuvertüre sein und etwa 55 % Kakaoanteil haben. Mit anderen Produkten kann man sich den Geschmack ganz schön verderben. Schade darum. 125 g Sahne gleichmäßig unter die geschmolzene Schokolade rühren und dann auf die Karamellcreme streichen. 1 Stunde kalt stellen. In nicht zu große Streifen schneiden, ich servierte ca. 5 x 3 cm große Streifen. Das reicht vollkommen, die Nachspeise ist ziemlich gehaltvoll. Im Kühlschrank kann man sie ein paar Tage aufbewahren. Viel Spaß beim Nachbacken und Naschen!

Glühwein

An Weihnachten gibts keine Beiträge übers Essen, wir lassen uns lieber von Schwiegermutter verpflegen!

Dafür habe ich Glühwein gemacht. Eigentlich spontant zur Resteverwertung, aber der war so lecker dass ich das Rezept posten wollte.

Gluehwein

Geht super einfach – zuerst Puderzucker karamellisieren lassen und mit Rotwein ablöschen. Ich habe zweierlei Wein verwendet, einen Blaufränkischen eher fruchtigen und einen Franzosen aus Bordeaux, eher schwer und herb. Dann noch einen guten Schuss Traubensaft dazugeben, damit der Sud nicht zu kräftig wird.

Damit es schön würzig wird gebe ich Zimt, Nelken und Sternanis in den Topf, ein Teesieb mit Früchtetee und lasse es eine knappe Stunde warm werden, nicht kochen. Am Ende mit einem Schuss Honig verfeinern und das wars!

Zutaten: Wein, Traubensaft, Puderzucker, Zimt, Nelken, Sternanis, Früchtetee, Honig

Zucchinicremesuppe, Rinderfiletstreifen mit Ravioli, Birnentiramisu und Gewürztraminer

Zucchinicremesuppe

Die Zucchinisuppe sollte ohne viel Schnickschnack zubereitet werden, damit der Eigengeschmack der Zucchini nicht überdeckt wird.

Zuerst die Zucchini würfeln und mit etwas Knoblauch in Öl anschwitzen.

Dann mit Kokosmilch aufgießen und mit Salz, Pfeffer und etwas Dill würzen. Pürieren, abschmecken, fertig.

Ein paar rote Pfefferkörner, und schon siehts auch nach was aus.

Zucchinicremesuppe

Ravioli mit Birnen und Speck mit einem Ragout aus Rinderfiletsreifen

Rinderfiletstreifen mit Birnen-Speck-Ravioli

Die Hauptspeise ist etwas aufwändiger als die Suppe. Die selbst gemachten Ravioli dauern ein wenig, aber die Kombination aus Speck und Birne passt hervorragend zum Ragout mit Balsamicoessig und Paprika.

Der Pastateig besteht aus Mehl, Ei, Öl, Salz und etwas Wasser. Den Teig verkneten sodass er klebrig wird und dann kühl stellen und in der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten. Speckwürfel anbraten und die gewürfelten Birnen dazugeben. Am Ende ein klein wenig würzigen Käse dazugeben (Parmesan oder klein geschnittenen Bergkäse) und abkühlen lassen.

Den Teig nun dünn ausrollen, ausstechen, Füllung reingeben und Zusammenklappen. Wenn man den Teig an den Rändern anfeuchtet oder mit Ei bestreicht halten die Taschen besser zusammen.

Das Ragout aus Rinderfiletsreifen ist relativ schnell gemacht. Filet in Streifen schneiden und mit Zwiebel und Knoblauch anbraten. Anschließend Zucchini und Paprika dazugeben, Tomaten passen auch gut. Dann löscht man großzügig mit Balsamicoessig ab (je weicher und fruchtiger umso besser) und mit Gemüsebrühe und/oder  Sahne aufgießen. Abgeschmeckt wird das Ragout neben Salz, Pfeffer und Paprika mit etwas Chili. Wer möchte kann auch Muskat, Kurkuma und Kreuzkümmel dazugeben, das passt gut zur Würze des Essig. Aber vorischtig dosieren, sonst werden die unterschiedlichen Gewürze zu viel.

Wenn das Ragout fast fertig ist, die Pasta in kochendes Salzwasser geben bis die Ravioli aufsteigen, und fertig. Ein wenig Kresse darübergestreut macht sich gut. Guten Appetit!

 

Birnentiramisu mit Grappa

Fürs Tiramisu die Birnen andünsten und mit ein wenig Grappa und Fruchtsaft angießen, dann erkalten lassen. In der Zwischenzeit etwas von der Flüssigkeit der Früchte über die Bisquitstangen geben, die in eine Auflaufform gelegt werden.

Für die Creme Mascarpone mit ein wenig Vanille mischen. Die Birnen auf die Biscuits legen und mit Mascarpone abdecken.

Die Auflaufform kühl stellen und kurz vor dem Servieren mit Kakaopulver bestreuuen.

Birnentiramisu

Gewürztraminer aus Südtirol

Zu diesem herzhaften Menü passt der Gewürztraminer vom Putzenhof in Südtirol.

Gewürztraminer

Der Weißwein schmeckt herrlich würzig und fruchtig, in der Nase nahezu mit Parfumnoten von Rosen und Gewürznelken.

Der Geschmack erinnern stark an Lychee und reife Pfirsiche. Ein sehr intensives Aroma und eine gelbliche Farbe zeichnen diesen Wein aus, ideal zu der süßlich inspirierten Speisenfolge.

 

 

3 Sommergänge: Gazpacho con Pimenton – Zanderfilet „Wellington“ mit Tomaten und Okraschoten – Nusskuchen mit Amaretto

Vorspeise

Gazpacho

Gazpacho ist eine andalusische kalte Suppe aus rohem Gemüse – ideal für heiße Sommertage.

Als Hauptzutaten nimmt man traditionellerweise Gurken, Paprika und Tomaten. Mit Knoblauch, Olivenöl und Essig pürieren. Je nach Konsistenz mit Semmelbrösel oder grobem Vollkornmehl binden. Würzen mit Salz und Pfeffer.

Besonderen Pepp gibt geräuchertes Paprikapulver. Aber nur eine Messerspitze, da der Geschmack sehr intensiv ist.

Die Suppe kalt stellen, und kurz vor dem Servieren mit gerösteten Weißbrotwürfeln und Kresse dekorieren.

Hauptspeise

Zander Wellington

Filet Wellington ist traditionell Rinderfilet mit gehackten Champignons umhüllt und in Blätterteil gebacken. Wir passen das Ganze allerdings ein wenig auf die sommerlichen Temperaturen an und nehmen Zander statt Rind.

Für die Gemüsefüllung brät man Champignons mit Zwiebeln und Speck leicht an. Dazu einige Streifen Wirsing geben und mit Weißwein vorgaren. Das Gemüse abkühlen lassen und mit Eiern und Ricotta vermengen. Würzen mit Muskat.

Den Blätterteig ausbreiten, die Hälfte der Gemüsemasse verteilen, und die Fischfilets darauflegen. Mit ein wenig Zitronengras oder Zitronenscheiben abdecken und die andere Hälfte der Gemüsemasse daraufgeben.

Die Blätterteigrolle einrollen und ab in den Ofen damit, bis eine schöne goldbraune Farbe erreicht ist.

Als Beilage gibts Tomatensalat mit Okraschoten. Die Schoten in Essigwasser weich aber bissfest garen. Dann mit den Tomaten einen leichten Salat anrichten. Zum Beispiel mit Sonnenblumenöl und cremigem Balsamico. Ein paar Zweige Rosmarin passen gut dazu.

Nachspeise

Nusskuchen

Der Nusskuchen für die Nachspeise ist so simpel wie lecker. Man vermengt Puderzucker mit Eiern und schlägt die Masse schaumig. Gemahlene Haselnüsse dazu, es gehen aber auch Wallnüsse die etwas kräftiger und bitterer schmecken. Nun noch mit ein wenig Amaretto abschmecken.

Erneut gut durchmischen und fertig. Je nach Konsistenz kann man noch Eier (wenn zu fest) oder Mehl (wenn zu feucht) dazugeben. Backen – fertig.

Weinbegleitung

Der Wein sollte natürlich zu allen 3 Gängen passen.

Die kalte Vorspeise schmeckt leicht, nach Tomate und Gurke. Der Wein sollte diese Geschmäcker nicht erschlagen.

Die Hauptspeise mit Blätterteig sowie Speck und Ricotta in der Füllung braucht einen Begleiter der eine gewisse Würze mitbringt.

Die süße Nachspeise harmoniert mit einem wenig säurehaltigen Wein am Besten.

Perfekt zu diesem Menü passt ein grüner Veltliner der Weinmanufaktur Krems.

Veltliner

Typische Fruchtnoten und milde Säure prägen den Österreicher. Grün-gelblich in der Farbe, in der Nase eine leichte Würze und der Geruch nach Pfirsich. Das Spiel aus Säure und Frucht ist harmonisch ausbalanciert, der Geschmack ist würzig und kräftig, ohne zu dominierende Säure. Ein typischer Veltliner, der perfekt zur leichten Vorspeise passt aber sich vor der Würze der Hauptspeise nicht versteckt. Der Preis ist mit 7 Euro sehr fair.