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Pasta mit Garnelen, Knoblauch, Rosmarin und Öl

Tolle Gerichte müssen nicht immer aufwändig sein. Eines der besten Pastarezepte das ich kenne dauert nur wenige Minuten und schmeckt einfach unglaublich. Es sind nur Garnelen, Gewürze und Öl, das zaubert ein tolles Geschmackserlebnis.

Pasta mit Garnelen 1

Man braucht nur rohe Garnelen, frische Kräuter und Olivenöl. Wenige Zutaten, dafür sollten es gute Produkte sein. Die Garnelen dürfen ruhig tiefgefroren sein, nur sollten sie roh sein. Vorgekochte schmecken häufig nach gar nichts. Bio Garnelen kosten mehr bzw. gibts die in recht kleinen Packungen, aber das lohnt sich am Ende. Die Kräuter müssen unbedingt frisch sein, z.B. Rosmarin und Knoblauch. Und feinstes Pflanzen- und Olivenöl.

Aber der Reihe nach. Die Garnelen werden in Öl angebraten. Dazu besser hocherhitzbares Öl benutzen, Olivenöl verbrennt dabei. Wenn die Garnelen auf einer Seite schön rot sind schaltet man die Ofen herunter und dreht die Tierchen um. Dann presst man 2-3 Knoblauchzehen darüber, gibt fein gehackte Kräuter dazu und gießt reichlich Olivenöl in die Pfanne. Bei geringer Hitze garen die Garnelen dann fertig, das gute Olivenöl und die Kräuter verbrennen nicht mehr.

Pasta mit Garnelen

In der Zwischenzeit hat man schon die Pasta gekocht, Tagliatelle passen ausgezeichnet. Ich hatte noch welche mit Rosmarin und Knoblauch zuhause, die sind natürlich für dieses Rezept ideal. Natürlich tun es ganz normale mindestens genauso. Sobald die Pasta fast fertig ist gibt man sie zu den Garnelen in Öl und schwenkt sie wenige Minuten bis sie die richtige Konsistenz haben.

Kürzlich am Gardasee habe ich den passenden Wein dazu gefunden, ein Lugana von Ottella.

Lugana

Der Weißwein aus der Trebbiano Traube besticht durch fruchtige Aromen von Apfel, Kiwi und Melone. Keine übertriebene Süße sondern ein gesunder Körper mit ein wenig Säure ausbalanciert. Eine wunderbare Kombination zu der feinen Pasta, ein leichtes Sommergericht das ist wenigen Minuten zubereitet ist und ausgezeichnet schmeckt.

Türmchen aus Hähnchenbrust mit Apfel, Kürbis und Ziegenkäse an einer Kokos-Garnelensauce

Langsam wird es weihnachtlich, da passen süßliche Aromen von Kürbis und Apfel ganz hervorragend ins Essen. Heute gibts Türmchen von der Hähnchenbrust, mit Apfel, Kürbis und Ziegenkäse. Das Ganze wird dann mit einer Sauce aus Garnelen und Kokosmilch serviert. Eine nicht alltägliche Kombination aus Süße, Fisch und Hähnchen, die unglaublich lecker schmeckt und perfekt harmoniert – probiert es aus und lasst Euch überraschen!

Als erstes werden die Türmchen vorbereitet. Dazu Hähnchenbrust in rechteckige Stücke (3-6 cm) schneiden, mit Salz, Pfeffer und Curry würzen und abwechselnd mit Apfel und Kürbis auf einen Zahnstocher stecken. Dabei sollten die Apfelscheiben gut doppelt so dick wie die Kürbisscheiben sein aber nur halb so dick wie das Hähnchen, dann werden alle Teile gleichzeitig gar. Die Türmchen in eine gefettete Auflaufform geben und 20 Minuten im Ofen backen.

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Während das Hähnchen gart können wir die Sauce vorbereiten. Dazu werden Zwiebel und Knoblauch in Öl angeschwitzt und Garnelen dazugegeben. Kurz scharf anbraten, mit Kokosmilch ablöschen und ein paar Gewürze dazugeben (Lorbeer, einige Spritzer Sojasauce, Zitronensaft) und dann eine Weile köcheln lassen. Dann wird die Sauce mit den Garnelen püriert (vorher Lorbeer rausnehmen) und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Durch das Pürieren der Garnelen wird die Kokosmilch sehr sämig, und die Tierchen geben ein tolles Aroma. Einige Tierchen sollte man im Ganzen aufheben, sieht gut aus und schmeckt.

In der Zwischenzeit sind die Hähnchen fast gar, kurz vor Ende kommt auf die Türmchen noch eine Lage Ziegenkäse und die Türmchen werden kurz damit überbacken. Die Hähnchentürmchen schmecken fein nussig, würzig und fruchtig, die Sauce einerseits süß und doch würzig, die pürierten Garnelen geben dem Ganzen den letzten Schliff.

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Auf den ersten Blick ist die Kombination aus Hähnchen, Obst, Ziegenkäse, Kokosmilch und Garnelen recht ungewohnt. Auch wenn man es sich vielleicht nicht vorstellen kann wie es schmeckt, probierts aus! Die Zutaten passen ausgezeichnet zusammen, ich war selbst überascht. Und es ist recht unkompliziert zuzubereiten.

Zu diesem zueggeben ausgefallenen Hauptgericht ist die Weinauswahl nicht ganz einfach. Die vielen unterschiedlichen Geschmacksrichtungen verlangen nach einem runden aber trotzdem vollen und komplexen Begleiter. Er sollte wenig Säure vorweisen und eine würzige Fruchtnote haben. Die Qual der Wahl viel auf einen ausgezeichneten Weißburgunder des Hauses Pfaffmann aus der Pfalz.

Pfaffmann Weissburgunder

Das Weingut Pfaffmann besteht seit 1955 und bewirtschaftet derzeit ca. 55 Hektar. Der aktuelle Eigentümer hat sich einer ganz besonderen Qualität verschrieben, was man in diesem Tropfen wohl erkennt.

Der Weißburgunder duftet leicht nussig nach Aromen von Frucht, Butter und Gebäck. Ganz ungewöhnlich und gehaltvoll in der Nase hält der Weiße die Versprechen auch im Geschmack. Er ist sehr rund ohne zu spitze Säure, schmeckt eher weich und geschmeidig. Die Vielzahl von Aromen ist ein schönes Pendant zum Essen, harmonisch, fruchtig-süß und auch nussig-würzig. Ich gebe zu, die Beschreibung klingt schon etwas fantasievoll, aber der Wein wie auch das Essen bergen ganz ungewohnte Aromen. Probiert es einfach aus, das Essen ist schnell gemacht und der Wein liegt bei unglaublichen 6 Euro, ein echtes Schnäppchen von dem man gleich einen Vorrat kaufen sollte bevor die Preise anziehen.

Grillen mit Fisch und Gemüse

Sommer – Sonne – Grillwetter! Was gibts denn schöneres als strahlenden Sonnenschein, ein heißer Grill und ein kühles Getränk für den Grillmeister? So lecker auch ein schön saftiges Stück Fleisch vom Grill ist, heute gibts mal etwas leichteres, nämlich Fisch, Meeresfrüchte und Gemüse.

Fischspieß mit Oliven und Speck

Gegrilltes Fischfilet ist in der Handhabung recht schwierig, da es ohne Hilfsmittel beim Umdrehen leicht zerfällt. Deswegen machen wir einen Spieß daraus, dann siehts auch am Ende noch appetitlich aus 😉

Welches Fischfilet man nimmt ist Geschmackssache, ein kräftiger Salzwasserfisch wie Seelachs passt gut, Zander schmeckt auch fein. Den Fisch dann in Stücke schneiden, dabei die Gräten entfernen und die Stücke in Zitronensaft, Pfeffer und frischen Kräutern einlegen.

Fischspiess vom Grill mariniert

Der Fisch sollte dann mindestens eine Stunde marinieren, im Kühlschrank auch länger. Dann die Stücke in Speck einwickeln und abwechselnd mit Oliven aufspießen. Mit der Menge an Speck kann man experimentieren, wenn die Scheiben zu lange sind wirds leicht zu viel und man schmeckt nicht mehr viel vom Fisch.

Fischspiess vom Grill mit Speck

Die Spieße dann bei mäßiger Hitze grillen. Wenn es zu heiß wird verbrennt der Speck leicht. Lieber noch etwas an die Seite legen und ein paar Minuten länger drauf lassen. Der Fisch ist ja durch den Speck einigermaßen vom Austrocknen geschützt.

Fischspiess vom Grill

Lachs auf Lauchbett

Lachsfilet eignet sich toll zum Grillen. Lachskotelett eigentlich noch besser, das ist sehr saftig und sieht besser aus, nur leider gab es grad keines in der Frischfischtheke. Das Filet wickle ich am liebsten in Alufolie ein und gare es darin auf einem Bett aus Lauch.

Lachs auf LauchbettDie Lauchringe also auf die Alufolie geben, würzen mit Lorbeer, Salz und Pfeffer. Ein paar Zwiebelringe passen auch sehr gut, und ein kleiner! Spritzer Sojasauce und Olivenöl. Für den letzten Pfiff kann man wenige Kapseln Kardamom mit in das Päckchen geben. Nicht übertreiben mit den Gewürzen, sonst schmeckt man nichts mehr vom Lachs.

Die Alufolie nun verschließen und ab auf den Grill! Nach der Dicke des Lachs richtet sich auch die Garzeit, die Alufolie verhindert dabei zu schnelles trocken werden.

Garnelenspieße

Die Garnelenspieße sind am einfachsten vorzubereiten, aber erfordern ein gutes Timing beim Grillen.

Man spießt die Tierchen einfach auf und steckt dazwischen Zitronenscheiben. Wichtig ist, dass die Garnelen mit der Schale aufgespießt werden. Das verhindert schnelles austrocknen, gibt ein viel stärkeres Aroma und macht Spass beim Essen nachher.

Garnelenspiess vom Grill rohBeim Grillen darf man die Spieße nicht zu lange drauf lassen. Wenige Minuten von jeder Seite genügen, je nach Hitze. Jedenfalls sollte man die Garnelenspieße nicht mit dem restlichen Grillgut auflegen sondern erst wenn das Ende absehbar ist. Wenn die Schale auf einer Seite orange wird kann man sie langsam umdrehen, man sollte mit eher großer Hitze und wenig Zeit arbeiten.

Garnelenspiess vom Grill

Forelle vom Grill

Zuguterletzt gibts noch ne frische Forelle, das macht das Quartett aus dem Wasser komplett.

Gegrillte ForelleGegrillte Forelle ist nicht schwer, ich finde ganzer Fisch ist einfacher zuzubereiten als Filet. Außerdem sieht der Fisch im Ganzen viel besser aus, das Auge isst ja bekanntlich auch mit.

Wenn der Fisch recht groß und dick ist kann man ihn auf der Oberseite an den dicken Stellen auch leicht einschneiden. Dann garen die dicken Teile schneller durch. In die Ritzen kommen dann Kräuter und Salz, der Fisch wird sowieso außen und innen kräftig gesalzen.

Als Füllung eignen sich frische Kräuter. Zitrone geht auch, ich mag die Säure aber nicht so gern, auch wenn es für die meisten dazugehört. Eine gute Idee ist auch die Forelle mit Fenchel zu füllen. Die Knolle dazu einfach in Scheiben schneiden, diese Füllung kann man auch später als Gemüsebeilage dazu essen. Das Aroma des Fenchel und der Forelle verbinden sich herrlich, manch einer sagt die Füllung wäre das Beste!

Mit Grillgittern kann man den Fisch einfach wenden, sollte das aber nur einmal tun. Oft Wenden lässt den Fisch am Ende weniger saftig werden. Besser man gart den Fisch an einer Stelle mit mittlerer Hitze und gegen Ende gibt man ihn kurz über die offene Glut damit die Haut schön knusprig wird. Wie lange die Forelle denn garen muss kann man nicht pauschal sagen, natürlich je nach Größe und Temperatur. Einfach ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren!

Gemüsespieße

An Fisch haben wir für die Grillparty nun mehr als genug. Eine sehr einfache und leckere Beilage sind Gemüsespieße.

Gemuesespiess vom Grill

Man nimmt an Gemüse einfach was man zuhause hat, die Dicke der Stücke sollte sich nach den Garzeiten richten. Das sieht meistens auch farblich toll aus, ich habe einfach Paprika und Zucchini genommen. Die Stücke aufspießen, mit Öl beträufeln und getrocknete Gewürze darübergeben. Eine italienische Kräutermischung beispielsweise. Die Gemüsespieße dann ein wenig einziehen lassen und bei mittlerer bis geringer Hitze grillen.

Gefüllte Champignonköpfe

Die zweite Beilage ist so lecker wie raffiniert und einfach – man braucht vor allem große Champignonköpfe. Die werden ausgehölt und mit Ziegenfrischkäse gefüllt. In den Käse steckt man eine kleine Scheibe Speck und einen Zweig Rosmarin. Das war eigentlich schon!

Champignons mit Frischkaese und Speck vom GrillDie Pilze werden dann langsam bei mittlerer bis kleiner Hitze gegart, schmecken saftig, würzig – einfach toll!

gebratene Süßkartoffelecken

Süßkartoffeln sind eines meiner Lieblingsgemüse. Sie sind je nach Art der Zubereitung sehr abwechslungsreich und passen zu allen möglichen Gerichten. Im Prinzip kann man sie ähnlich wie Kartoffeln behandeln, nur sind sie eher weich. Bei gemischten Kartoffel-Süßkartoffel Gerichten also die Süßkartoffeln entweder dicker schneiden oder später garen.

Eine der schnellsten Beilagen sind gebratene Süßkartoffelecken. Die Süßkartoffeln einfach waschen und in schöne große Stücke schneiden. Dann in einer Pfanne in Öl von allen Seiten anbraten bis sie eine ansehnliche Farbe haben. Am Ende die Hitze wegnehmen, mit Paprika, Pfeffer, grobem Salz und frischem Rosmarin würzen und mit einem Deckel zu Ende garen bis die Ecken weich sind.

gebratene Sueßkartoffeln

Bier

Weißwein zum Fisch – Papperlapapp! Zum Grillen gehört Bier!

Die meisten (mich eingeschlossen) grillen doch nur so gerne, weil es die ganze Zeit über kühles Bier gibt 😉 Im Sommer darf es gern was spritziges, fruchtiges sein, das Riedenburger Brauhaus hat ein tolles Sommerbier gebraut.

Dolden Sommer Sud

Der Dolden Sommer Sud ist kein wirklich leichtes Bier mit 4,2% Alkohol. Trotzdem duftet es herrlich frisch nach Hopfen, etwas Hefe und viel süßen Früchten. Im Glas gibt es eine schöne Schaumkrone, die Farbe ist naturtrüb. Der Geschmack ist blumig und fruchtig, kräftig aber nicht zu herb. Ein sehr schönes Sommerbier, ideal für die schwere Arbeit am Grill bei strahlendem Sonnenschein!

Crevetten-Chili mit Reistortillas nach Witzigmann

Nachdem das letzte Rezept von Herrn Schuhbeck schon sehr lecker war habe ich diesmal ein Rezept von dessen Lehrmeister Eckart Witzigmann versucht. Das Crevetten-Chili mit Reistortillas stammt aus seinem Buch „Crossover Küche“ aus dem Jahr 2000, nicht das brandneueste Exemplar zugegebenermaßen. Das tut natürlich dem Einfallsreichtum der Rezepte keinen Abbruch. Vor allem die Kombination eigentlich ungewöhnlicher Zutaten ergibt eine unglaubliche Aromenvielfalt. Selbst bei den einfacheren Rezepten merkt man, das sie aus der Feder eines der besten lebenden Köche der Welt stammen.

Et violà: Crevetten-Chili mit Reistortillas nach Eckart Witzigmann

Crevettenchili mit Reistortillas

Die Zubereitung nimmt ein wenig Zeit in Anspruch, einige Schritte habe ich auch abgeändert. Zum Beispiel sollte man für die Tortillas den Reis eine Nacht einweichen. Ich habe ihn stattdessen gekocht, so lange wollten wir nicht warten!

Also, zuerst Reis kochen und zusammen mit Linsen in Joghurt einweichen. Ein wenig salzen und nach einer Stunde pürieren, daraus werden später die Tortillas. Wenn die Masse zu fest ist kann man einen Schuss Milch dazugeben, dann wirds flüssiger und gibt beim Braten so ein schönes Muster. Von den Linsen habe ich die Hälfte für die Tortillas verwendet, die andere Hälfte in Wasser eingeweicht und zum Chili gegeben.

Für das Chili brauchen wir nun erstmal Schalentiere, und zwar roh und mit Schale. Aus der Schale kocht man dann erstmal einen schnellen Fond. Dazu die Schalen in Öl anbraten und mit Sherry ablöschen und einkochen. Den Fond verwenden wir später wieder zum Aufgießen des Chili.

Welche Schalentiere man letztendlich nimmt bestimmt der persönliche Geschmack. Im Original sind es Crevetten und Langostinos. Ich habe Nordseekrabben und Riesengarnelen verwendet. Erstere natürlich schon gepult. Man sollte das nehmen was man frisch bekommt, lieber kleinere Tierchen dafür aber frisch!

Nun muss man in einer Pfanne Zwiebel, Paprika, Stangensellerie, Ingwer und Knoblauch anbraten. Am Besten gleich in dieser Reihenfolge reingeben. Kurz anschwitzen und dann Tomatenmark dazugeben und kurz mitrösten. Dann die Linsen hinein und mit dem Fond aus den Schalen aufgießen. Eine viertel Stunde sanft köcheln lassen und in der Zwischenzeit den Rest fertig stellen.

Die Meerestierchen in einer Pfanne mit Öl und Knoblauch anbraten und nicht zu trocken werden lassen. Dann die Gemüsepfanne darübergeben und einige Minuten ziehen lassen.

Am Schluss die pürierte Masse aus Reis und Linsen je esslöffelweise in eine sehr heiße Pfanne mit Öl geben und knusprig braten. Das sollte man erst am Ende machen, damit die Tortillas frisch und knusprig bleiben.

Nach dem Anrichten auf dem Teller mit frischen Kräutern bestreuen, Koriander und Thai-Basilikum passen hervorragend.

Dieses Gericht strotzt geradezu vor Gegensätzen. Einerseits die leichte asiatische Küche mit Kräutern und Scampi, andererseits die gehaltvollen Hülsenfrüchte. Das sämige Chili und die knusprigen Tortillas. Crossover, wie der Buchtitel sagt, bevor es im Fernsehen war. Ganz einfach – versuchts selbst und ihr werdet begeistert sein!

Als Weinbegleitung empfiehlt Witzigmann einen trockenen Spätburgunder von Bernhard Huber aus Baden oder einen 1er Cru von Simon Bize aus dem Burgund. Beide Tropfen liegen mittlerweile um die 40 Euro oder jenseits, das war mir etwas zu viel. Grundsätzlich blieb ich der Linie mit einem Pinot Noir aus dem Burgund aber treu.

bourgogne

Der Burgunder von Bouchard Père et Fils versteckt sich nicht vor den außergewöhnlichen Aromen, übertönt aber auch nichts. Ein sehr zarter und leichter Rotwein, duftend nach Waldbeeren. Die Tannine sind vorhanden aber nicht hervorstechend. Direkt nach dem Öffnen dominiert noch die Säure, man sollte den Wein mindestens eine gute Stunde geöffnet lassen. Dann wandelt sich das Aroma in Johannisbeeren und eine dezente Frucht kommt heraus.

Das Weingut Bouchard Père & Fils – Château de Beaune hat Wurzeln bis ins Jahr 1731. Die Weine werden in kleinen Mengen abgefüllt, die Tropfen gehören regelmäßig zu den Besten der Bourgogne. Man bekommt den Burgunder für 12-15 Euro, ein sehr gutes Preis-Leistungsverältnis wie ich finde.

Zutaten: Linsen, Reis, Joghurt, Milch, Garnelen, Nordseekrabben, Sherry, Zwiebel, Paprika, Stangensellerie, Ingwer, Knoblauch, Tomatenmark, Koriander, Thai-Basilikum

Kürbissuppe mit Riesengarnelen sowie Saibling mit Zitronenthymian, Bratkartoffel und Mangoldgemüse mit einem „rockigen“ Sauvignon Blanc

Der Saibling ist einfach einer meiner Lieblingsfische. Diesmal mit frischem Zitronenthymian gefüllt und im Backofen gegart. Als Vorspeise gibts eine würzig-scharfe Kürbissuppe mit Riesengarnelen. Und als Weinbegleitung servieren wir einen AC/DC Sauvignon Blanc – „Hells Bells“.

Kürbissuppe

Es gibt viele Arten eine Kürbissuppe zuzubereiten, ich mag sie am liebsten „pur“, also mit möglichst wenig Zutaten. Das unverfälschte Aroma kommt so am Besten zur Geltung.

Kürbissuppe

Dazu den Kürbis in Stücke schneiden und mit etwas Ingwer in Gemüsebrühe weich garen. Dann pürieren und abschmecken mit Salz, Pfeffer, Muskat und Cayennepfeffer. Man kann noch Sahne untermischen oder auch Kokosmilch, macht die Suppe etwas gehaltvoller und cremiger. Ich habs gelassen, der Kürbis ist sowieso schon sämig genug. Man kann drüber streiten welcher Kürbis denn nun der beste ist, ich nehme meistens Hokkaido oder Butternut. Schälen muss übrigens nicht sein, nur die Schale dann mit Wasser abbürsten.

Die Riesengarnelen werden dann einfach in der Pfanne mit Knoblauch und Chili gebraten und mit der Suppe zusammen angerichtet. Die Tierchen schmecken besser mit Schale gebraten, dann aber Vorsicht beim Pulen in der Suppe, sonst gibts ne Sauerei. Die Garnelen verfeinern die Suppe und passen sehr gut dazu. Beides etwas süßlich-scharf, keine schlechte Kombination finde ich.

Man kann die Teller mit Kürbiskernöl oder den ganzen Kürbiskernen dekorieren und verfeinern, sieht schön aus und passt geschmacklich ideal dazu. Die Suppe selbst geht sehr schnell und kann auch auf Vorrat gekocht werden. Von einem ganzen Kürbis kann man auch einen Teil vor dem Abschmecken einfrieren.

Zutaten: Kürbis, Ingwer, Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer, Muskat, Riesengarnelen, Knoblauch, Chili

Saibling

Die Zubereitung des Saiblings ist sehr einfach, Hauptsache Fisch und Kräuter sind frisch.

Der Saibling wird einfach innen und außen mit Salz und Pfeffer gewürzt, mit einigen Zweigen Zitronenthymian gefüllt und in Backpapier eingewickelt, das vorher mit Olivenöl eingepinselt wurde. Dann nur noch in den Ofen und fertig. Der Zitronenthymian gibt eine säuerliche und würzige Note mit, ein sehr feines Aroma zum Fisch. Nicht zu viele Gewürze benutzen, das übertönt den Eigengeschmack des Fisches leicht. Weniger schmeckt am Ende nach mehr!

Saibling mit Zitronenthymian

Als Beilage gibts Bratkartoffeln und Mangoldgemüse mit Karotten. Die Bratkartoffeln machen wir aus rohen Kartoffeln.  Wenn man keine Zeit hat kann man die auch vorkochen, geht schneller und einfacher aber schmeckt am Ende nicht zu gut. Von den rohen festkochenden Kartoffeln mitteldicke Scheiben schneiden und in Sonnenblumenöl in einer Pfanne garen. Unbedingt mit Deckel, so garen die Kartoffeln von allen Seiten mit und verbrennen nicht bevor sie gar sind. Gegen Ende Zwiebelringe dazugeben und mit Salz und Pfeffer würzen. Ich nehme eher geringere Hitze und stelle erst am Ende hoch zum kross braten. Man muss ein wenig experimentieren wie heiß die Pfanne sein soll und wie oft man wendet, nach einigen Versuchen werden die Kartoffeln außen schön knusprig und sind innen noch saftig. Bei Bedarf kann man noch Paprika, Kümmel oder Majoran dazugeben und die Bratkartoffeln etwas würziger machen.

Für das Mangoldgemüse die Blätter vom Strunk trennen und alles klein schneiden. Dann in einer Pfanne Zwiebel andünsten, Karotten und Mangoldstiele dazugeben und einige Minuten garen. Später die Blätter mit in die Pfanne und Knoblauch darüberpressen. Wieder ein paar Minuten dünsten bis alles Gemüse gar aber bissfest ist. Am Ende mit Zitronenschale und etwas Zucker würzen und wer mag etwas Sahne dazugeben. Ein Spritzer Olivenöl gefiel mir persönlich besser. Das wars schon, ein schön frisches und gesundes Gemüse als Beilage!

Zwischenzeitlich sollte auch der Saibling gar sein, guten Appetit!

Zutaten: frischer Saibling, Zitronenthymian, Kartoffel, Zwiebel, Mangold, Karotten, Zitronenschale, Zucker, Sahne

Sauvignon Blanc

Interessanter Getränketip diesmal, einen Wein von AC/DC. Die australische Hardrock Band hat sich in die Reihe der Weinproduzenten eingereiht, einige Größen des Rock und Metal haben schon Weine labeln lassen. Ich glaube jetzt nicht dass sich die Musiker mit den Feinheiten des Weinbaus beschäftigt haben, aber als Fan der harten Musik muss ich das schon mal versuchen. Vom Titel her finde ich Slayer’s „Reign in Blood“ als Rotwein sehr passend, aber halt nicht zum Saibling. Daher – Hells Bells:

ACDC Sauvignon Blanc

Der Sauvignon Blanc kommt aus Marlborough in Neuseeland und wird vom australischen Weingut Warburn Estate abgefüllt, wie auch noch weitere rote und weiße Weine für die Band. Dieser Weiße ist frisch gelbgrün im Glas, in der Nase reich an Zitrusfrüchten. Der Geschmack ist frisch und fruchtig. Mit recht dominanten Zitrusaromen und kräftiger Säure passt der Wein gut zum Saibling mit Zitronenthymian und dem Gemüse mit Zitronenschale. Der Abgang ist nicht allzu lange, man sollte den Weißwein frisch und gut gekühlt trinken.

Ein leichter Sommerwein mit sehr betonter Säure, für 10 Euro bereits am oberen Ende der Preisspanne finde ich. Klar, für einen AC/DC Wein zahlt man etwas mehr, wenn man auf das Label keinen Wert legt gibts meines Erachtens bessere Weine für das gleiche Geld.

Riesengarnelen auf Rucola gefolgt von einem Duett von Dorade und Wolfsbarsch

Ein schönes Menu mit Leckereien aus Süß- und Salzwasser! Einfach und sehr lecker…

Riesengarnelen auf Rucola braucht nur wenige Zutaten, aber davon nur die besten.

Die Garnelen müssen frisch sein, tiefgefrorene kann man nehmen wenn man die Tierchen mehr verarbeitet. Wir braten sie nur in Olivenöl an mit ein wenig Knoblauch und einer Chilischote, da schmecken frische Garnelen einfach saftiger und aromatischer.

Den Rucola leicht anmachen in Olivenöl und Balsamico, etwas Pfeffer und Meersalz – das wars eigentlich schon.

Einfach, schnell, lecker.

Riesengarnelen auf Rucola

Auch die Hauptspeise geht ganz einfach, und schmeckt toll solange man frischen Fisch und frisches Gemüse benutzt.

Wir schneiden Kartoffel, Karotten, Fenchel und Paprika aus dem Garten klein. Ein tiefes Backblech mit Olivenöl ausstreichen, das Gemüse reingeben und neben Salz und Pfeffer mit frischen Kräutern (z.B. Rosmarin, Thymian, Basilikum) und rotem Pfeffer würzen.

Wolfsbarsch und Dorade auf Gemuesebett

Ich habe frischen Wolfsbarsch und Dorade bekommen. Die Dorade schmeckt sehr mild und lässt sich toll füllen. Der Wolfsbarsch ist einen Tick aromatischer, leider nicht oft zu bekommen. Beides hervorragende Fische zum Backen oder Grillen. Am besten ganz genießen, die Fische zu filetieren wäre fast schade. Die Fische füllen wir nun mit 2 Stangen Zitronengras (nicht so säurehaltig wie Zitronenscheiben, daher einen Tick feiner), frischem Thymian und Salz und Pfeffer.

Zuerst das Gemüse in den Ofen geben, nach einer viertel Stunde die Fische drauflegen und nochmals 20 Minuten backen.

Das Gericht ist sehr einfach ohne große Schnörkel, und gewinnt durch die Qualität und frische der Zutaten.

Zu den süßlichen Aromen der Garnelen und dem feinen Geschmack der Fische passt ein Weißwein mit wenig Säure.

Zum Beispiel der Chardonnay der Domaine La Croix Belle aus Frankreich, aus dem Languedoc-Roussillon. Ein sehr fruchtiger Wein der nach Quitte und reifen Früchten schmeckt. Wenig Säure und eine goldgelbe Farbe machen den Chardonnay zu einem harmonischen Begleiter des Seafood.

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Der Weißwein ist zwischen 7 und 10  Euro zu haben, ein sehr faires Preis-Leistungsverhältnis.

Trio von Meeresfrüchten auf Karotten-Zucchini-Puffer an karibischem Dip

Meeresfruechte

Jetzt ist es soweit, der erste Beitrag. Als Auftaktmenü gibts leckere Meeresfrüchte – Jakobsmuscheln und Riesengarnelen.

Eat


Das Seafood muss unbedingt frisch sein und sollte kurz angebraten werden, sonst werden die Garnelen und Jakobsmuschels schnell trocken.

Riesengarnelen, Jakobsmuschel sowie eine Jakobsmuschel mit Speck umwickelt jeweils in Öl kurz anbraten. Für ein wenig mehr Pep im Öl vorher Knoblauch und Zitronengras anschwitzen. Man kann die Muscheln auch in Zitronensaft marinieren.

Als Beilage gibt es Karotten-Zucchini Puffer. Dazu das Gemüse fein hobeln und mit Eiern und Mehl vermengen und daraus Puffer formen und in Öl braten. Gewürzt wird das ganze mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss.

Der karibische Dip besteht aus Joghurt und Crème fraîche, gewürzt mit Salz, Pfeffer, Paprika, Chili, Ingwer, Kardamom, Knoblauch, Kreuzkümmel und Kurkuma.

Dazu dann ein einfacher Feldsalat mit frischen, kurz angebratenen Steinchampignons. Als Dressing passt Wallnussöl mit Kräuteressig, Honig und Senf.

Drink

20130701 Chardonnay

Dazu haben wir einen Chardonnay des Australischen Produzenten Yellow Tail getrunken.

Der sehr unkomplizierte Weiße harmoniert gut mit den würzigen und süßen Noten des Seafood und Dips.

Außerdem erinnert er an den letzten Urlaub in Australien. In Deutschland für nur 6 Euro zu haben.

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Wenn man einen Rotwein dazu versuchen möchte sollte es etwas fruchtiges, eher leichtes sein.

Der Pinot Noir der Weinmanufaktur Krems zum Beispiel, für 8 Euro.

Besser nichts zu herbes, das erschlägt die feinen Aromen der Meeresfrüchte.