Archive for » August, 2014 «

Kartoffel-Radicchio Lasagne

Heute gibts mal wieder ganz was leichtes, ne cremige Kartoffel-Radicchio Lasagne mit Gorgonzola. Einfache Zutaten, geht schnell und schmeckt noch dazu lecker!

Kartoffel Radicchio Lasagne

Als Erstes bereitet man den Radicchio vor, den schneidet man in Streifen und blanchiert ihn in Salzwasser. Dann mit kaltem Wasser abschrecken, das macht ihn ein wenig milder. Für mehr Würze schwitzt man ein wenig Knoblauch und Zwiebeln an und gibt sie dazu. Die Zwiebel kann man ruhig rösten, das passt gut zu den kräftigen Aromen.

Dazwischen macht man eine Béchamelsauce und schmilzt Gorgonzola darin. Ein wenig salzen und pfeffern und zur Seite stellen. Die Sauce sollte nicht zu heiß werden, sonst flockt sie aus, besser langsam und gleichmäßig erwärmen bis der Käse schmilzt und dann warm halten. Die Sauce kann man nach Belieben würzen, ich mag Majoran gerne zu Kartoffelgerichten.

Die Kartoffeln werden nun in halb Zentimeter dicke Scheiben geschnitten und schichtweise in eine Auflaufform gelegt. Zuerst Kartoffelscheiben, dann Radicchio und dann Sauce darüber. Die Kartoffelscheiben ersetzen die Lasagneplatten, kommt nicht auf die Idee noch Nudelplatten mit zu verwenden. Man wird auch so satt 😉

Am Ende gibt man eine Schicht Kartoffeln darauf, Sauce und streut geriebenen Käse darüber. Gouda oder Emmentaler eignen sich sehr gut, Mozzarella geht fast etwas unter. Die Lasagne kommt dann für eine dreiviertel Stunde in den Ofen, man kann anfangs auch Alufolie draufgeben damit die Oberfläche nicht zu dunkel wird. Dann sollten die Kartoffeln weich sein und die Oberfläche knusprig gebräunt.

Welcher Wein passt am Besten? Die Lasagne schmeckt eher kräftig nach Gorgonzola und Radicchio, Kartoffel und Käse verleihen auch nicht gerade Leichtigkeit. Die starken Aromen würden einen fruchtigen Weißwein unterdrücken. Ich finde einen würzigen Rioja sehr passend.

crianza

Die Bodegas Hermanos Frias del Val ist für ein Weingut noch realtiv jung, es gibt sie erst seit 1969. Die Rebstöcke auf den 25 ha sind über 100 Jahre alt, hauptsächlich Tempranillo. Der Tinto Crianza aus dem Jahr 2006 duftet vorrangig nach Sauerkirsch, der Geschmack erinnert an Vanille und Zimt. Man erkennt auch deutliche Röstaromen. Diese Kombination harmoniert hervorragend mit der Gorgonzola, dem etwas bitteren Radicchio und den gerösteten Zwiebeln. Der kräftige Rote nimmt die Aromen der Lasagne teilweise mit auf und ergänzt den intensiven Geschmack sehr schön. Preislich liegt er zwischen 12 und 15 Euro.

 Zutaten: Kartoffel, Radicchio, Gorgonzola, Butter, Mehl, Milch, Gouda, Majoran, Zwiebel, Knoblauch

Zanderfilet im Speckmantel an Feldsalat mit Kartoffeldressing

Je heißer der Sommer, desto leichter dürfen die Speisen sein. Es ist im Moment nicht gerade Hochzeit für deftige Eintöpfe, ein schöner Salat dagegen ist genau das Richtige! Es gibt Feldsalat mit Kartoffeldressing und dazu Zander im Speckmantel.

Feldsalat

Den kann man als Vorspeise zu einem mehrgängigen Menü oder als leichte Hauptspeise servieren. Dazu passt knackiges Schwarzbrot.

Das Dressing ist raffiniert aus gekochten Kartoffeln gemacht, das gibt eine sämige Konsistenz. Die gekochten Kartoffeln dazu pressen und etwas abkühlen lassen. In der Zwischenzeit schonmal den Zander in Stücke schneiden und in Zitronensaft marinieren lassen. Für das Dressing dann wieder eine Schalotte sehr klein würfeln und in Gemüsebrühe blanchieren und auch etwas abkühlen lassen. Dann die Kartoffelmasse mit den Schalotten, der Gemüsebrühe, Essig und Eigelb verrühren.

Für die Konsistenz noch etwas Öl unterrühren, das Dressing sollte schön cremig sein. Man schmeckt noch ab mit Salz, Pfeffer und Muskat. Wie dick man das Dressing anrührt ist Geschmackssache. Man kann es so flüssig wie eine Vinaigrette zubereiten oder eher dicker wie ein Dip. Ich habe es etwas dicker gelassen, dann bleibt der Feldsalat länger knackig und man kann den Zander darin dippen.

Der Zander im Speckmantel geht auch sehr einfach. Die marinierten Stücke dünn in Speck einwickeln (1x umwickeln reicht) und in einer beschichteten Pfanne ein paar Minuten anbraten. Dann einfach zum Salat geben. Als leckere Deko kann man noch ein paar Kürbiskerne darübergeben, und fertig ist ein leckerer Sommersalat.

Den Tip das Dressing mit Kartoffeln zu machen habe ich aus einem hervorragenden und seltenen Kochbuch. Es heißt „Kochen für Freunde“ und ist vor einigen Jahren in privater Kleinauflage erschienen. Entstanden ist es aus einer Runde von Kochfreunden die ihre Lieblingsrezepte gemeinsam gekocht und gesammelt haben. Ich habe das Glück einen davon zu kennen und habe eine dieser Kostbarkeiten geschenkt bekommen. Er weiß schon wer gemeint ist, Vielen Dank dafür!!

Zutaten: Feldsalat, Zander, Speck, Schalotten, Kartoffeln, Essig, Eigelb, Zitronensaft, Öl, Muskat

Farfalle mit Rinderragout

Die Vielfalt der Pastasaucen ist nahezu unendlich, je nachdem was der Kühlschrank hergibt sind der Phantasie fast keine Grenzen gesetzt. Ich mag  ein Ragout mit Rindfleisch, Pilzen, Karotten und Oliven sehr gerne. Sieht bunt aus und schmeckt noch dazu toll!

Farfalle mit Rinderragout

Man sollte einige Zeit für die Vorbereitung einkalkulieren, alle Zutaten werden in kleine dekorative Würfen geschnitten.

Zuerst brät man klein gewürfelten Zwiebel und Knoblauch kurz in Öl an. Wenn die Zwiebeln glasig werden geben wir das Rindfleisch hinzu. Es sollte in ca. 1cm große Würfen geschnitten sein, idealerweise aus der Lende. Das Fleisch ist schön gleichmäßig und muss nicht zu lange geschmort werden um weich zu sein. Manch einer findet es zu schade zum klein würfeln, aber das Ragout wird spitze.

Gleich mit dem Fleisch gibt man Karotten und Sellerie dazu, das gibt einen schönen Basisgeschmack. Nachdem alles leicht angebraten ist können wir klein gewürfelte Champignons dazugeben. Mit der Menge sollten man nicht sparen, die Pilze geben einen kompakten und sehr feinen Geschmack, sie runden das Ragout ab.

Mit den Champignons ein klein wenig Tomatenmark dazugeben und mit anschwitzen. Nach kurzer Zeit dann mit Gemüsebrühe ablöschen und einige Oliven dazugeben. Das Ragout nun aufkochen lassen und dann bei kleiner Hitze garen und einreduzieren.

Nach einer knappen Stunde ist das Ragout fertig. Man muss nur aufpassen die Hitze nicht zu hoch zu drehen, sonst wird das Gemüse leicht zu weich. Eine Prise Salz am Ende reicht zum Abschmecken, das Ragout schmeckt von Haus aus schon sehr würzig.

Man kann zum Ragout alle mögliche Pasta reichen. Nachdem in der Sauce viel Fleisch und Gemüse ist, passen Nudeln die man gut mit dem Löffel essen kann und die die Sauce schön aufnehmen. Ich hab mich für Farfalle entschieden, Orecchiette (Hörnchen) eigen sich auch. Lange Nudeln wie Spaghetti würde ich nicht nehmen, sonst bleibt am Ende die Sauceneinlage übrig.

Zu dieser leckeren Pasta passt am Besten ein weicher aber kräftiger Roter aus der Toscana, der Frescobaldi Rèmole.

Toscana

Mit seinem hohen Anteil an Sangiovese Trauben ergibt sich ein sehr runder Rotwein mit fruchtigen Kirsch- und Beerentönen. Der Anteil Cabernet sorgt für die nötige Kraft und Kräuternoten mit samtigen Gerbstoffen. Der Rèmole wurde nicht im Holzfass ausgebaut, ein sehr unkomplizierter junger Trinkwein der trotzdem nicht an Kraft vermissen lässt.

Das Haus Frescobaldi ist seit nunmehr 30 Generationen im Weinbau tätig, stets in ihrer Heimat, der Toskana. Im 14. Jahrhundert belieferten Sie mit ihren edlen Tropfen die Medici und das englische Königshaus. Heute verfügen sie über 1.200 Hektar Anbaufläche.

Dieser Tropfen aus dem bekannten Haus ist ein eher einfacher Rotwein, eine runde Kombination aus Frucht, Kraft und Körper. Ein sehr passender Begleiter zur Pasta – beides eher einfach aber ungemein schmackhaft!

Zutaten: Rinderlende, Zwiebel, Knoblauch, Karotten, Sellerie, Champignons, Oliven, Tomatenmark, Gemüsebrühe